Autohäuser und Unternehmensblogs – warum das auch noch?

blog_autohaus

Ja warum denn?

Ein Blog für den eigenen Autohaus-Betrieb betreiben: Das klingt zunächst nach viel Arbeit und wenig Nutzen. Es ist doch viel einfacher und schneller damit getan, eine Facebook-Seite oder einen Twitter-Account einzurichten.
Verkauft man mit Blogs mehr Autos oder füllen sich die Auftragsbücher in der Werkstatt?

Wie bei allen Social Media-Kanälen geht es auch beim bloggen in erster Linie um Kundendialog.
Der Verkauf kommt später.  (weiter unten kommt noch ein gutes Beispiel dazu 😉 )

Authentizität ist beim Thema soziale Medien das Zauberwort. Und hier spielt ein Unternehmensblog seinen großen Vorteil aus:
Wo sonst als im Blog hat man im Vergleich zu den relativ starren Gestaltungsmöglichkeiten bei Facebook, Twitter und Google plus mehr Freiheiten im Design der Seite?
Und womit kann man den Auftritt der Seite besser an das Autohaus, an die Corporate Identity und die ganz eigene Unternehmenskultur anpassen als in Blogs?
Es geht darum, eigene Geschichten zum Unternehmen zu erählen.

Auf die anderen Social Media-Kanäle muss ja nicht verzichtet werden. Im Gegenteil, diese lassen sich ebenso frei mit den Blog-Inhalten verbinden. Mit einem Blog ist man aber weitaus unabhängiger von den “Launen” der Plattform-Betreiber wie Facebook, die permanent ihre Layouts oder  AGBs ändern- oft genug über den Kopf der user hinweg. “Owned Media” haben da ihre Vorteile. Ganz nebenbei sind Blogs “langlebiger” als Postings in anderen Kanälen, die irgendwann in den Newsstreams der Fans und Follower untergehen.

Über was lässt sich in Autohaus-Blogs schreiben? Neben den fast obligatorischen Modell-Neuheiten kann man über alles wichtige, interessante und witzige aus dem Unternehmen oder dem Unternehmensalltag schreiben. Warum nicht mal die Mitarbeiter des Betriebes vorstellen? Neuigkeiten wie Umbauten oder Neubauten lassen sich z.B. zu Serienbeiträgen ausbauen. Aktionen und Feste kann man gut in einem Fotoalbum festhalten.
Nützliches für den Leser lässt sich auch immer einbauen. Etwa ein Auto-ABC mit Tipps rund ums das Auto, Autowissen, die Autopflege oder Erklärungen zu Autoreparaturen. Stoff gibt es genug dafür.

Aber ohne eines funktioniert ein Blog wohl kaum: der Spass am regelmäßigen Schreiben von Beiträgen muss da sein. Dies erscheint mir noch wichtiger als die Technik der Blog-Seite. Erst dann wird die Seite für den Leser (und hoffentlich auch Kunden) interessant und er kehrt gerne wieder dahin zurück, kommentiert oder abonniert die Inhalte des Blogs.

Zum Schluss noch einige Bespiele für Corporate-Blogs von Autohäusern – rein subjektiv ausgewählt, bitte nicht böse sein,wer nicht dabei ist!

  • Das Gerstelblog (www.gerstelblog.de) schreibt über alles, was im Autohausalltag passiert.
  • Das Autohaus Weller (www.wellerblog.de) gibt sehr viele nützliche Tipps rund um das Automobil.

Ach ja – etwas fehlt noch. Das Autohaus Gerstel hat es sogar geschafft, über den Blog ein Auto zu verkaufen!
http://www.gerstelblog.de/2013/05/20/das-erste-gerstelblog-auto

Es lohnt sich also doch… oder was meinen Sie?

Social Media-Nutzung in Autohäusern und Werkstätten – Weiterentwicklung oder Stillstand?

Social Media im Autohaus

Unterschiedliche Untersuchungen zu der Nutzung von Social Media-Plattformen durch Autohäuser und Werkstattbetriebe zeigen momentan auf, dass sich bei Inhabern und Geschäftsführern der Unternehmen langsam die Erkenntnis durchsetzt:  Soziale Medien im Netz sind kein kurzfristiger Hype und die Zielgruppen sind dort unterwegs. Übrigens sind dort nicht wie oft angenommen nur jüngere Menschen – die Digital Natives – sondern auch ältere Kundengruppen aktiv.

Die Nutzung von Social Media in den Betrieben steigt nicht rasant an, aber immerhin ist in den letzten zwei Jahren ein positiver Trend zu erkennen. Die künftige Entwicklung zu beobachten wird interessant.

Viel wichtiger erscheint mir allerdings, mit welchem Ziel Social Media in den Betrieben eingesetzt wird. Das bloße Mitmachen, weil alle es machen, wird wahrscheinlich bei vielen schnell zur Ernüchterung führen.

In einer Befragung, die von der BBE Automotive für die Zeitschrift kfz-betrieb durchgeführt wurde, sagten etwa ein Viertel der Autohaus-Manager und fast die Hälfte der Werkstattinhaber, dass ihnen Social Media „nichts bringen“. Diesen Einwand hört man oft. Postings auf Plattformen oder Blogbeiträge schlagen sich nun mal nicht direkt in Neuwagenverkäufen oder mehr Serviceumsatz nieder. Aber ist es nicht auch schwer messbar was etwa eine Werbeanzeige in der regionalen Tageszeitung „bringt“?

Über den „Umweg“ Kundendialog und das Bieten von Mehrwert über Social Media schafft man bei den Kunden eine Bindung an den eigenen Betrieb. Man bleibt im Gedächtnis der Menschen. Und oft gewinnt man auch neue Kunden hinzu.

Dazu ist es wichtig, sich eine Strategie für den Einsatz der sozialen Medien zu überlegen. Welche Ziele möchte man erreichen? Sind die nötigen zeitlichen und personellen Ressourcen zur Umsetzung dieser Strategie verfügbar?

Viele Beispiele von Kfz-Betrieben, die Social Media bereits sehr gut in ihre Unternehmens-kommunikation integriert haben, zeigen in die richtige Richtung.

Schauen wir, wie es mit diesem spannenden Thema weitergeht.

Warum Social Media – oder: Wann gehen Social Media wieder weg?

Eine gute Frage, die man oft hört: Geht das mit dem Web 2.0 und Social Media wieder weg? Wann verschwindet der Hype?
Und wann?

Gar nicht. Dagegen spricht, dass soziale Medien mittlerweile eine so große Bedeutung haben und von so vielen Menschen genutzt werden, dass Unternehmen sich nicht fragen sollten, ob sie Social Media im eigenen Marketingmix unterbringen sollen – sondern wie.

Mehr als tausend Worte spricht dieses Video.

http://youtu.be/iReY3W9ZkLU