Rückblick erstes Barcamp Bonn 2015

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Auch wenn es nicht direkt mit dem Automobil zu tun hat und daher in meinem Blog etwas „off topic“ ist, möchte ich an dieser Stelle kurz über das 1. Barcamp in Bonn berichten, das ich am Samstag besucht habe.

Anders als das Carcamp, zu dem ich im letzten Jahr etwas geschrieben habe, gab es beim Bonner Barcamp keinen speziellen Themenfokus wie z.B. automobile Themen. Daher war ich neugierig, was mich erwartete. Der Blick auf die Sessionplanung, die im Vorfeld auf der Website des Camps zu finden war, wies auf einen bunten Blumenstrauß an Session-Themen hin. Dieser Eindruck bestätigte sich bei der Vorstellungsrunde und der Präsentation möglicher Sessionthemen auf dem Barcamp am Samstagmorgen.

Die Sessions bewegten sich zwischen Vorschlägen zu Content-Marketing, Social Media-Tools, Open Source-Projekten, einem Fahrad-Podcast bis hin zum Angebot für eine Yoga-Stunde, Improvisationstheater und einer Session zum Thema Ausgehen in Bonn. Dadurch war für jeden etwas dabei – von lehrreich bis unterhaltsam, oder beides. Insgesamt wurden rund 30 Sessions angeboten, und soweit ich mitbekommen habe, fanden diese Sessions auch alle statt, natürlich mit unterschiedlichen Teilnehmerzahlen. Ein positiver Punkt, trotz teils etwas „schräger“ Sessionvorschläge.

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Nach der Vorstellungsrunde und der Sessionplanung ging es auch schon los. Ich selbst habe zunächst eine Session besucht, in der auf kurzweilige Art gezeigt wurde, was man mit Hashtags bei Twitter alles falsch machen kann, aber auch welche guten Aktionen oder Kampagnen damit fahren kann.

Anschließend gab es einen Workshop mit einem Überblick bzw. einer kurzen Einführung zum Podcasting – Inhalte und Technik. Hans Dorsch betreibt einen Podcast rund um das Fahrad(fahren).

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Danach besuchte ich die Veranstaltung von mixxt.de mit Oliver Ueberholz, der im Schnelldurchlauf einen Überblick über 200+ Internet-Tools gab, die einem das tägliche Arbeiten erleichtern sollen.

In der nächsten Session gab es einen Vortrag mit dem Titel „Vier Phasen einer Content-Strategie“ von Babak Zand, der sehr analytisch aber gut nachvollziehbar ein Strategiekonzept für Blogs oder Unternehmen vorstellte.

Am Nachmittag lauschte ich dem Erfahrungsbericht von Joas Kotsch, der vor einigen Jahren seine Werbeagentur mit rund 10 Mitarbeitern von einer Bürofirma ins Homeoffice geführt hat. Auf amüsante Art berichtete er, dass es seitdem produktiver geworden ist, mehr Zeit für sich und seine Familie hat und trotzdem weiterhin erfolgreich ist.

Die letzte Session drehte sich um Google Analytics. Gut vorgetragen, aber für mich inhaltlich etwas zu technisch.

Ich konnte natürlich nur einen Teil des Sessions besuchen, habe aber von weiteren guten Workshops oder Vorträgen gehört bzw. auf Twitter konnte man darüber lesen.

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Der Hashtag #bcbn15 war zeitweise auf Platz eins der deutschen Trend-Themen bei Twitter. Dort kann man unter diesem Schlagwort aller Tweets zum Barcamp abrufen.

Das Barcamp hat mich begeistert, die Organisation ließ keine Wünsche offen – Räumlichkeiten, Technik, Räume, Verpflegung, Networking und der Ablauf Sessions – alles war rundherum Klasse. Die Standing Ovations am Ende für das Orga-Team stehen für sich. Das schreit nach einer Wiederholung.

Danke auch an die Sponsoren (mehr dazu auf der Website des Barcamps). Hier finden sich auch noch weitere Blogbeiträge und Fotos.

(eigene Fotos)

Quo vadis Automobilhandel 2014?

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Wohin geht 2014 die Reise?

Zum Jahresende geben viele Beteiligte der Automobilbranche wieder ihre Jahresprognosen für 2014 ab. Werden die Neuzulassungszahlen für Neuwagen nun über dem Niveau von 2013 liegen? Die Experten rechnen mit einem Anziehen der Zulassungszahlen.

Viel wichtiger als die Prognosen, ob die Neuzulassungszahl knapp oder wieder deutlicher über drei Millionen Fahrzeugen liegen wird, erscheint mir die Frage, wie sich der Markt 2014 weiter entwickeln wird. Welche Geschäftsmodelle sind für die Hersteller und vor allem für die Händler erfolgversprechend? Wer verdient auf welche Weise im Jahr 2014 Geld mit neuen Fahrzeugen?

Der Wettbewerb wird auf diesem Markt sicher nicht einfacher für den klassischen Automobilhandel werden. Die Autohersteller – siehe als Beispiele Daimler und BMW – rücken mit eigenen Online-Vertriebskanälen in den Vordergrund. Auch wenn sie noch „in den Kinderschuhen stecken“, sind diese Portale doch eine deutliches Statement der Hersteller.

Der Marktdruck steigt

Aber für den meisten Druck sorgen externe Marktplayer, also Neuwagenbörsen wie meinauto.de, mobile.de und neuerdings auch Sixt, die Fahrzeuge mit hohen Rabatten anbieten. Der ZDK spricht hier von einer „Wettbewerbsverzerrung“. So tickt aber zur Zeit nun mal der Markt. Die große Frage ist: Wie reagieren die Marken und die Händler auf diese Entwicklung? Eine Vogel-Strauß-Politik – Kopf in den Sand stecken – ist bestimmt nicht die richtige Lösung. Viel Zeit für eine Lösung bleibt allerdings nicht, da die Neuwagenbörsen im Internet den Handel sonst schnell hinter sich lassen könnten.

Man kann gespannt sein, welche Lösungen die Hersteller und der klassische Handel finden werden. Ein gemeinsamer Weg der Hersteller und Händler beim Thema Internet-Verkauf scheint sinnvoll. Im kommenden Jahr wird sich sicherlich folgendes zeigen:

  • Gelingt der Hersteller mit dem Handel die Schaffung von gemeinsamen Internet-Plattformen?
  • werden Händler zukünftig eher als Vermittler auftreten, d.h. das Neuwagengeschäft wird im Internet abgeschlossen und der Handel übernimmt Auslieferung, Service und Sicherstellung der Mobilität?
  • Schaffen es die Händler, im Online-Marketing stärker zu werden?
  • Kann jeder Händler für sich und seine Marke(n) ein erfolgreiches und ertragsreiches Geschäftsmodell entwickeln?

Man kann nur hoffen, dass die derzeit vorherrschende – verständliche – Unsicherheit bezüglich der aktuellen Marktsituation und die allgemeine Lethargie in der nahen Zukunft in aktive Händlerschaften umschwenkt, die sich ernsthaft mit dem Online-Vertrieb von Neuwagen auseinandersetzen.

Wie sind die Meinungen dazu?