Social Media Strategie im Autohaus – „jetzt geht die „POST“ ab“: Teil 3 – Strategie

strategie

Wie sieht der konkrete Plan für den Einsatz von Social Media aus?

Im dritten Teil meiner kleinen Serie geht es um die Planung der Social Media-Aktivitäten.

Vielleicht ist der Begriff „Strategie“ ein wenig hochgestochen, im Grunde genommen geht es aber um grundsätzliche mittel- und langfristige Entscheidungen zum Einsatz der sozialen Medien, die vom Unternehmen zu treffen sind.

Ressoucenplanung

Der erste wichtige Schritt ist die Planung der personellen und zeitlichen Ressourcen.

  • Wer ist im Betrieb für Social Media verantwortlich? Gibt es eine Person, die sich damit beschäftigen kann und möchte? Diese Person sollte möglichst Vorkenntnisse und eine Affininität zu den neuen Medien haben und dort schon selbst aktiv sein. Für mich ist auch immer entscheidend, dass die Person sich für Social Media begeistern kann und Spaß am texten, posten etc. hat.
  • Dem „Social Media Manager“ sollte auch ein ausreichendes Zeitbudget zur Verfügung gestellt werden. Der berühmt-berüchtigte Praktikant, der mal schnell eine Facebook-Seite schalten soll und nach drei Monaten wieder weg ist, ist bestimmt keine langfristige Lösung.
  • Die Verantwortlichkeiten sind klar zu regeln: Wer ist für Social Media zuständig, wer richtet die Profile ein und pflegt Sie? Und wer darf im Namen des Unternehmens Beiträge und Postings verfassen oder Kommentare von Nutzern/Kunden im Netz beantworten?
  • Hier können (besonders in Unternehmen mit einer hohen Mitarbeiterzahl) Social Media Guidelines helfen, die klare Regeln für das „digitale Miteinander“ aufstellen und auch rechtliche Aspekte beinhalten. Die Mitarbeiter des Betriebes werden dadurch möglichst auf positive Weise für die Web 2.0-Medien sensibilisiert, z.B. indem das Personal Ideen und Vorschläge für Social Media-Inhalte einbringen kann. Daneben sollte aber auch auch eventuelle rechtliche Konsequenzen hingewiesen werden, wenn ein Mitarbeiter gegen die Regeln verstößt, etwa bei einer Urheberrechtsverletzung.

Wie läuft die Kommunikation ab?

Im zweiten Schritt geht es um die grundsätzliche Planung der Eckpfeiler der eigenen Social Media-Kommunikation. Was heißt das?

  • Was soll bei Beiträgen und Postings im Vordergrund stehen: der Dialog mit Kunden, Serviceorientierung, Unterhaltung der Nutzer, konkreter Mehrwert für den Leser, (mehr oder weniger viel) Werbung oder eine Mischung aus allem?
  • Die Anrede (Siezen / Duzen) der User und die Tonalität wird im Vorfeld festgelegt.
  • Die Häufigkeit und die Zeitpunkte der Beiträge ist wichtig, um ein grobes Zeitbudget für die verantwortliche Person einplanen zu können.
  • Das Verhalten bei Kritik (und auch bei Lob!) von Kunden kann mit einem Ablaufschema organisert werden.

Content – Content – Content

Anschließend rücken die Inhalte – der Content – in den Fokus. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Unternehmen und Social Media-Verantwortlichen kreativ werden.

Immer wichtig dabei: seien Sie unterhaltsam und (Achtung, Zauberwort!) authentisch. Die Kunst ist, Beiträge kurz und plakativ zu halten. Nerven Sie nicht mit zu häufigen Postings und fördern Sie den Dialog oder die Interaktion mit den Lesern und Kunden.

Einige Beispiele als Anregung für mögliche Inhalte, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • News zum Unternehmen, zu Aktionen und Events
  •  Vorstellung der Mitarbeiter (was zeichnet den Mitarbeiter speziell aus?)
  • Modellvorstellungen
  •  Links und Meldungen der Hersteller teilen
  • Content, der Mehrwert bietet. Warum nicht hin und wieder Spritspartipps oder Hinweise zu rechtlichen Änderungen im Autobereich posten? Oder Tipps zur Autopflege, technische Details von Fahrzeugen erklären und und und…
  • Werbung kann und sollte natürlich auch gepostet werden, aber immer „dosiert“.
  • Aktionen wie Gewinnspiele, Umfragen bis hin zu gezielten Werbekampagnen sind im Vorfeld genau zu planen, bitte achten Sie dabei auch auf rechtliche Aspekte und die AGBs/Richtlinien der Plattformbetreiber.
  • Die Feiertags- und Wochenendgrüße („Was macht Ihr am Wochenende?“) sind auch beliebt – aber immer auf unterhaltsame Weise.

Dabei macht es wenig Sinn, sich ab und zu vor den leeren Bildschirm zu setzen und zu überlegen, was man denn heute schreiben könnte.
Um das Problem einer „Schreibblockade“ (oder auch das Gefühl der Überforderung) zu umgehen, bietet sich der Einsatz eines Themen- und Redaktionsplanes an.

Machen Sie sich zunächst eine Liste mit Themen (s. Anregungen oben). Dann erstellen Sie einen Redaktionsplan. Bewährt hat sich dabei ein eigner Kalender z.B. in Outlook oder ein Kalender in Form einer Excel-Tabelle. Wenn im Autohaus ein Marketingplan existiert, kann dieser ja schon als grobe Richtschnur für mögliche Themen und den Zeitpunkt der Postings dienen.

Im letzten Teil zur POST-Methode kommen wir letztendlich bei der Technik an – die Auswahl und Bespielung der geeigneten Social Media-Kanäle.