Professionalisierung wird wichtiger – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an Derek Finke

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Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Derek Finke. Ich bin ist seit Anfang 2013 bei der Modix GmbH tätig. Als Direktor Business Development verantworte ich die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Produkte. Vor meiner Zeit bei Modix war ich mehr als 20 Jahre in der Automobilwirtschaft tätig, unter anderem als Kfz-Mechaniker, Automobilverkäufer, Verkaufsleiter sowie Geschäftsführer eines mittelständischen Autohauses, als Autohausberater, Projektmanager und Gebietsleiter Europa bei der Euromobil Autovermietung GmbH sowie als Geschäftsführer der Autobusiness Partner Service GmbH, einer Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft des deutschen Volkswagen und Audi Händlerverbandes.

 

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

Bei Modix arbeiten wir fast ausschließlich für Autohändler und -hersteller. Wir beschäftigen uns mit Fahrzeugmanagement, Händlerwebseiten, B2B-Plattformen, Fahrzeugportalen für Händler und Hersteller, Neuwagenkonfiguratoren, Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing, Leadtracking sowie speziellen Anwendungen, die Autohändler und die digitalen Angebote von Tageszeitungen verbinden.

 

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?

Beruflich schreibe ich im Modix Blog (http://blog.modix.net), darüber hinaus nutzen wir bei Modix noch Netzwerke wie Xing (https://www.xing.com/companies/modixgmbh), LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/modix-gmbh), Slideshare (http://de.slideshare.net/ModixGmbH), Facebook (https://www.facebook.com/ModixDeutschland) oder Twitter (https://twitter.com/modixgmbh).

Privat bin ich über meine Webseite (http://derekfinke.com) zu finden, wo ich seit 2011 auch blogge. Von dort findet man auch die Links zu meinen Präsenzen in weiteren Netzwerken.

 

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Aktuell hat das Onlinemarketing in der Branche nicht den Stellenwert, den es angesichts der realen Marktsituation verdient. Wenn man sich vor Augen hält, dass im Prinzip jeder Autokäufer, ganz gleich ob für neu oder gebraucht, vor dem Autokauf im Netz unterwegs ist, tun vor allem die Vertragshändler sehr wenig dafür, ins Blickfeld dieser potentiellen Käufer zu geraten. Als Antwort auf diesen Vorwurf erhalte ich dann regelmäßig: „Aber wir haben ja eine Webseite.“ Von Ausnahmen abgesehen, sind diese Webseiten aber leider weitgehend ohne relevanten Inhalt, nicht aktuell gehalten oder technisch veraltet. Dazu kommt, dass eine Webseite im Konzert der Onlinemarketing-Werkzeuge heute nicht mehr ausreicht. Um im Netz Aufmerksamkeit zu erreichen und diese letztendlich in Verkaufsanbahnung umzumünzen, ist es erforderlich, dass Autohändler strategisch vorgehen und sich mit den heute zur Verfügung stehenden Werkzeugen beschäftigen. Die Realität sieht leider anders aus. Veranstaltungen wie der AUTOHAUS E-Marketing Day oder das CarCamp des ZDK ziehen trotz der Marktsituation und viel medialer Begleitung jeweils so um die 100 Teilnehmer an. Aber wie viel Autohäuser gibt es in Deutschland?

 

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?

Ich bin davon überzeugt, dass mehr und mehr Professionalität auch in das digitale Marketing der Automobilbranche einziehen wird. Zum einen schießen immer mehr Startups aus Boden, die mit cleveren Methoden und Geschäftsmodellen den insgesamt eher trägen Handel unter Druck setzen. Zum anderen lernen immer mehr Hersteller und ihre angeschlossenen Autobanken, dass durch ein professionelles Auftreten im digitalen Bereich mehr Kunden erreicht werden und so auch mehr Fahrzeuge vermarktet werden können. Da der Absatzkuchen in Gänze nicht mehr wächst, wird so versucht, das eigene Kuchenstück zulasten der noch Schlafenden vergrößern. Und nicht zuletzt wird die fortschreitende Digitalisierung uns neue Geschäftsmodelle und Werkzeuge in die Hand geben, die es Kunden und Händlern einfacher machen, miteinander ins Geschäft zu kommen.

 

Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?

Mein Lieblingstool ist WordPress, das ich als Redaktionssystem für meinen Blog einsetze. Nicht unbedingt gut geeignet für die Realisierung von Händlerwebseiten, aber zum Bloggen und für die Selbstdarstellung hervorragend. Ansonsten begeistern mich die fantastischen Möglichkeiten des Erreichens von Kunden bei Facebook Ads und Google Adwords immer wieder aufs Neue. Und da ich ein großer Fan von Content Marketing bin, stehe ich total auf Podcasts und Webinare, sowohl als Macher wie als Konsument.

 

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Wer mit professionellem Online-Marketing im Autohaus beginnen möchte, sollte zum einen Ziele definieren und eine Marketingstrategie für seinen Betrieb haben (siehe auch hier: http://derekfinke.com/2012/04/19/strategie-im-autohaus/). Schnellschüsse und Einmalaktionen bringen hier nichts. Punkt zwei ist die richtige Auswahl der Werkzeuge, mit denen man seine Ziele erreichen möchte. Das kann eine simple, aber verkaufsstarke Webseite sein, unterstützt von bewerbenden Tools wie Adwords. Das kann aber auch eine mit relevantem Inhalt angereicherte Händlerwebseite inkl. Autohaus Blog sein, flankiert von weiteren Maßnahmen. Zweifelsohne muss man sich auch überlegen, welche Rolle die Fahrzeugbörsen spielen sollen – allerdings immer unter der Maßgabe, dass dies nicht die eigene Spielwiese ist. Und drittens sollte man die laufende Analyse im Blick behalten und sein Vorgehen ggfls. nachschärfen. Dafür eignen sich Werkzeuge wie Google Analytics, Leadtracking-Software oder auch ein CRM. Und last but not least: Das beste Marketing nützt dem Autohaus nur etwas, wenn die aufmerksam gewordenen Interessenten dann auch bedient werden. Telefonische und E-Mail-Erreichbarkeit ist noch immer ein großes Problem in der Branche. Kunden rufen an, aber es ist besetzt oder niemand geht ran. E-Mails werden gar nicht oder erst nach einer elend langen Reaktionszeit bearbeitet. Wer diesen Folgeprozess nicht selbst organisiert bekommt, sollte sich unbedingt einen Dienstleister zur Unterstützung dazu holen, z. B. ist global office (www.global-office.de) bereits bei vielen Autohäusern im Einsatz.

Datenbasierte Entscheidungen treffen – Sieben Fragen zum digitalen #automarketing an Patrick Möltgen

Patrick Möltgen

In diesem Teil meiner Interview-Reihe kommt Patrick Möltgen zu Wort, Blogger und Verkäufer sowie Online-Experte in einem Autohaus. Ich konnte ihn schon zweimal auf dem Carcamp in Mannheim treffen. Daher freue ich mich auf seine Perspektive.

 

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Patrick Möltgen und ich komme aus dem schönen Waghäusel. Das liegt zwischen Mannheim und Karlsruhe. Meinen Start in die Automobilbranche habe ich ganz klassisch mit der Ausbildung zum Automobilkaufmann in einer größeren Automobilhandelsgruppe begonnen.

Nach und nach folgten verschiedene Stellen im Verkauf und Einkauf sowie als Assistent der Verkaufsleitung. Nebenbei habe ich Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Automobilhandel studiert und leite seit ungefähr zwei Jahren das Gebrauchtwagen-Management einer Automobilhandelsgruppe. Damit verbunden sind auch intensive Aktivitäten im Bereich Online-Marketing.

 

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

Im automobilen Onlinemarketing konzentriere ich mich vor allem auf die folgenden Schwerpunkte:

  • Landingpageoptimierung, d.h. wie gestalte ich meine Seite so, dass sie mein gewünschtes Ziel bestmöglich erreicht?

  • Suchmaschinenoptimierung

  • Videomarketing und die damit verbundene Verteilung über Social Media

 

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?  

Privat probiere ich natürlich viele Netzwerke aus. Derzeit konzentriere ich mich privat auf Xing, Linkedin und Twitter.

Facebook und Google+ habe ich privat mittlerweile verworfen. Wer sich nun fragt, warum Facebook fehlt: Ich sehe in Facebook für mich privat keinen Mehrwert. Stattdessen vor allem eins: Zeitverschwendung. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, das Facebook für Unternehmen nicht attraktiv sein könnte.

Im Unternehmen setzen wir auf Facebook, Youtube und Google+.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Schaut man sich verschiedene Onlineauftritte in der deutschen Kfz-Branche an, so ist feststellen, dass es krasse Gegenteile gibt. Die einen, die sehr professionell an das Thema herangehen und bereit sind in diesen Bereichen Investitionen zu leisten.

Zum anderen aber auch die Betriebe, die mit der vor fünf Jahren in Auftrag gegebenen Homepage im Netz präsent sind.

Dass hier noch ein großes Potenzial brachliegt, ist vor allem daran erkennbar, dass sich Spezialanbieter (Autoglas, Reifen, Ersatzteile, Gebrauchtwageninzahlungnahme etc.) mit einer cleveren Verzahnung zwischen On- und Offlineaktivitäten rasant schnell entwickeln.

Diese Anbieter haben vor allem eins gemeinsam: Sie verstehen es den Kunden durch saubere Prozesse online abzuholen und im Nachgang durch eine perfekte Abwicklung offline zu überzeugen.

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?

Zukünftig müssen wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass ein Nutzer von einem stationären Desktop-PC auf unsere Website zugreift. In Zukunft werden vor allem neue Endgeräte in unseren Alltag einziehen. Die Entwicklung reicht neben dem Smartphone von Brillen, Uhren und sonstigen Schmuckgegenständen bis hin zu in Textilien eingearbeitete Touchscreens und Displays.

Die große Neuerung dabei ist: Die Geräte besitzen Auflösungen von null bis zu mehreren Millionen Pixeln und besitzen teilweise keine Eingabegeräte mehr. Dies wiederum ebnet den Weg für eine neuartige Suche per Spracheingabe, die die Karten neu mischen wird.

Die Sprachsuche stellt ganz neue Herausforderungen an Nutzer und deren Suchanfrage sowie an Suchmaschinen und Webseitenanbieter.

Hier besteht die Chance für neue Suchmaschinenanbieter den Markt aufzumischen. So könnten bestimmte Gerätehersteller ihre eigene Suchmaschine auf ihren Geräten vorinstallieren. Dem Nutzer ist es egal, welche Suchmaschine benutzt wird, solange das ausgegebene Suchergebnis seinen Wünschen entspricht.

Webseiten, die in der Desktop-Variante der Suchmaschine auf Seite 1 liegen, werden nicht zwangsläufig auch in der Sprachsuche vorne liegen.

 

Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?  

Bei allen Webprojekten setze ich derzeit auf WordPress und Google Analytics.

Ein weiteres Tool, welches immer wieder zum Einsatz kommt, ist das SERP-Preview Tool (www.torbenleuschner.de/files/serp-preview/) mit dem ich vorab testen kann, wie mein Suchergebnis in der Google-Suche aussehen wird.

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing? 

Nicht auf das Bauchgefühl vertrauen, sondern datenbasierte Entscheidungen treffen.

Bevor es an die Arbeit geht immer festlegen:

  • Was ist mein konkretes Ziel und wie messe ich dessen Erfolg?
  • Für welche(n) Suchbegriffe(n) möchte ich gefunden werden?
  • Welche Suchbegriffe liefern welches Suchvolumen? – Google Keyword Planner
  • Wie stark ist die Konkurrenz innerhalb des Suchbegriffes?

Und der eigentliche Knackpunkt: Nach der Arbeit über die neu gewonnenen Daten aus Google Analytics immer wieder nachjustieren.

 

Verfolgen kann man Patricks Tätigkeiten am besten auf diesen Seiten bzw. Social Media-Profilen:

 

 

Interview-Reihe zum digitalen #automarketing

Digitales Automarketing

In der letzten Zeit bin ich kaum zum Bloggen gekommen. Ich habe aber viele Artikel, Beiträge und News rund um die Geschehnisse zum automobilen Online-Marketing verfolgt. Dies brachte mich auf die Idee, eine Blogartikel-Reihe zum digitalen Marketing in der deutschen Auto-Branche mit kurzen Interviews zu starten. Dazu sollen in den kommenden Wochen Praktiker, Beraterexperten und Blogger aus diesem Bereich zu Wort kommen.

Mein Ziel ist, das Thema automobiles Online-Marketing aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Verschiedenen Menschen und Spezialisten, die ich zum Teil schon persönlich kennenlernen durfte, habe ich dazu sieben Fragen gestellt und bin schon ganz gespannt auf das Feedback!

Die Ergebnisse werden in den nächsten Artikeln auf meinem Blog unter der Überschrift „7 Fragen zum digitalen #automarketing an…“ veröffentlicht.

Um diese sieben Fragen geht es im einzelnen:

  • Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?
  • In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?
  • Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?
  • Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?
  • Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?
  • Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?
  • Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Die ersten Rückmeldungen habe ich bereits erhalten, mit teilweise ganz neuen Erkenntnissen. Los geht es in den kommenden Tagen mit dem ersten Interview…

Onlinevertrieb von Autos über die Händlerhomepage?

online einkauf internet auto

 

Seit einiger Zeit bietet der Mercedes- und Smart-Händler Beresa, der im Großraum Münster mehrere Autohaus-Standorte betreibt, die Möglichkeit, Gebrauchtwagen aus dem eigenen Angebot direkt online zu kaufen. (Mehr dazu hier)

Die Gebrauchten des Autohauses lassen sich auf der Unternehmenswebsite über eine Suchmaske nach Marken und anderen Kategorien eingrenzen. Soweit nichts neues. Das Besondere: Bei jedem angezeigten Fahrzeug wird rechts neben den Fotos und Angaben zum Auto der Button „Fahrzeug online kaufen“ angezeigt. Ein Klick darauf führt auf ein Online-Bestellformular.

Der Wagen kann vom Kunden abgeholt werden, auf Wunsch liefert Beresa dem Online-Kunden das Fahrzeug aber auch direkt vor die Haustür, das ganze bundesweit. Die Vorteile des Junge Sterne Gebrauchtwagenprogrammes gelten laut Beresa auch für die im Netz gekauften Autos – GW-Garantie, Umtauschrecht und das entsprechende Qualitätssiegel.

Ohne die Angebote von Beresa bzw. Mercedes im Detail bewerten zu können: Ein interessanter und mutiger Ansatz eines Autohauses, in der Online-Vermarktung neue Wege zu gehen! Erste Verkäufe sollen auch bereits über diese Bestellmöglichkeit getätigt worden sein.

Ich stelle mir die Frage, ob die Kunden (und welche) wirklich bereit sind, auf den Button „Fahrzeug online kaufen“ zu klicken und das Fahrzeug wie ein Buch bei Amazon direkt im Netz zu bestellen. Und welchen Nutzen hat ein Autohausbetrieb dadurch?

 

Ich sehe einige Vorteile für die Autohäuser und Autokunden:

  • Das Autohaus kann sich mit dem Start eines eigenen Online-Shops als innovatives Unternehmen in einer Vorreiterrolle darstellen. Dies schadet dem Image des Betriebes sicherlich nicht.
  • Durch die gesteigerte Aufmerksamkeit könnte das Angebot als Frequenzbringer für das Fahrzeuggeschäft dienen.
  • Der Dialog mit den Kunden kann zunehmen, da das Interesse bei den Kunden geweckt wird. Auch wenn der Interessent nicht direkt online bestellen will, nimmt er vielleicht Kontakt zum Autohaus auf, um sich weiter zu informieren.
  • Es schadet dem Autohausbetrieb vermutlich nicht, den Online-Direktvertrieb zunächst auszuprobieren und auszutesten, wie die Kundschaft darauf reagiert.
  • Ein bundesweites Angebot steigert natürlich auch das Kundenpotenzial.
  • Die Attraktivität des Angebotes steigt, wenn die Abwicklung für Interessenten leicht ist und mit Gebrauchtwagenprogrammen kombiniert ist, die dem potenziellen Käufer Sicherheit geben. Das Umtauschrecht spielt hier sicherlich auch eine wichtige Rolle.

 

Auf der anderen Seite stelle ich mir auch eine Reihe von Fragen, ob das direkt Online-Geschäft mit Autos (bereits jetzt schon) funktionieren kann:

  • Hat der Käufer genug Vertrauen in das Angebot und den Anbieter? Immerhin kauft man kein Buch oder eine CD, die Hemmschwelle könnte hier höher sein.
  • Gibt es genügend Interessenten, die ein Fahrzeug ohne physisches Erlebnis vor dem Kauf bzw. einer Probefahrt online bestellen? Untersuchungen wie die Cars Online Studie aus dem letzten Jahr zeigen, dass insbesondere deutsche Käufer Wert auf dieses Einkaufserlebnis legen.

 

Ich bin gespannt, wie sich das Angebot entwickeln wird und ob andere Autohäuser nachziehen werden!

 

Ebenso freue ich mich auf weitere Meinungen zum direkten Online-Verkauf von Fahrzeugen.
Wie steht Ihr dazu?

Video-Marketing für Autohäuser?

Beim Carcamp in Mannheim im September kam bei einer Veranstaltung die Diskussion auf, welche Rolle Videos im Marketing eines Kfz-Betriebes spielen können. Mir schien, dass es bei den Vertretern der Autohäuser wie so oft Vorbehalte auch gegenüber diesem Medium als Marketing-Kanal gibt, nach dem Motto: „Das will unser Kunde doch nicht…“ oder: „Das sollen wir auch noch machen?“ Ein Grund dafür, mich näher damit zu beschäftigen.

Wird Video-Marketing von deutschen Kfz-Betrieben genutzt?

Ich verfolge viele Web- und Social Media-Aktivitäten von Autohäusern und Werkstattbetrieben im Netz. Gefühlt sage ich, dass selbst erstellte Videos von den wenigsten Betrieben im Marketing eingesetzt werden. Das Teilen von Werbespots der Autohersteller zähle ich nicht dazu. Auch wenn man bei Youtube nach Filmen von Autohäusern sucht, ist das Angebot nicht erschlagend. (Ich habe mich bei der Suche auf diese Plattform beschränkt)

Vorherrschend sind Image-Filme der Betriebe, aber wirklich kreative Videos sind Mangelware. Immerhin findet man bei größeren Autohaus-Gruppen schon Unternehmen mit eigenen Youtube-Kanälen mit mehr oder wenigen vielen Video-Beiträgen.

Eigentlich verwunderlich vor dem Hintergrund, wie oft täglich Youtube-Filme angeklickt werden und wie viele Informationen hier abgerufen werden können.

Welche Inhalte lassen sich in Videos packen?

Eine Vielzahl von Themen lassen sich in Videos unterbringen. Hier einige Anregungen dazu:

  • Imagefilme dienen der Darstellung des eigenen Betriebes. Das Unternehmen wird gezeigt, etwa als Rundgang durch alle Bereiche.
  • Filme zu Firmenevents, Standorteröffnungen, Festen, jahreszeitliche Aktionen, Motorsport- und Sponsoringaktivitäten, … Die Liste lässt sich beliebig verlängern.
  • Das Team vorstellen: Dies kann der sprichwörtliche „Blick über die Schulter“ der Mitarbeiter sein. Warum sollte nicht mal ein Verkäufer, Serviceberater oder Mechaniker seinen Arbeitsplatz vorstellen?
  • Natürlich kann man neben des selbst erstellten Videos Filme der Hersteller teilen, z.B. Werbe-Spots, Kampagnen, Modellvorstellungen oder Testberichte zu Fahrzeugen aus anderen Quellen.
  • Ein wichtiger Punkt für potenzielle Arbeitnehmer ist die Darstellung als Arbeitgeber oder auch das konkrete Einstellen von Job-Angeboten mittels Film. Hier können O-Töne der Mitarbeiter und/oder Azubis zum Einsatz kommen.
  • Alles rund um den Autoservice: Hinweise auf Serviceaktionen, Tipps zur Autopflege, Erklärungsvideos zur Autotechnik usw.
  • Eine etwas höhere Kunst ist sicherlich das Erstellen eines Videos-Blogs oder von Video-Serien, in denen Storys zum Autohaus oder zu Fahrzeugen erzählt werden. Ein gutes Beispiel dazu habe ich beim Autohaus Heidereich gefunden.

Natürlich ist auch das Ziel beim Einsatz von Videos, Autos zu verkaufen.

  • Dazu gehört das Vorführen von (neuen) Fahrzeugmodellen von innen und außen oder auch z.B. das Filmen einer Testfahrt. Ein charmantes und gutes Beispiel, in dem neben neuen Fahrzeugen auch der Charakter des Betriebes gut rüberkommt, habe ich hier gefunden:

Manchmal lohnt sich auch mal ein Blick ins Ausland, in diesem Fall in die USA. Unter den Stichworten „Ken Beam“ und  „used cars“ lassen sich auf Youtube zahlreiche Videos mit der Präsentation von speziellen Gebrauchtwagen eines amerikanischen Händlers abrufen. Vielleicht etwas ungewohnt für deutsche Zuschauer und Kunden aber hier geht man an das Thema Video-Marketing viel offensiver an als bei uns.

 

 

Einige Vorteile des Video-Marketings

Warum sollte man sich denn nun mit Video-Marketing auseinandersetzen?

  • Videos sind authentisch und geben den Charakter eines Unternehmens gut wider. Der regionale Bezug zum Autohaus oder zur Werkstatt lässt sich gut darstellen.
  • Sie lassen das Unternehmen lebendig werden und bieten Abwechslung zu den sonst üblichen Texten und Bildern auf Websites, Blogs und Social Media-Kanälen.
  • Fahrzeugpräsentationen bleiben viel stärken in den Köpfen der Nutzer hängen.
  • Man muss nicht zwangsläufig eine professionelle Agentur zu Hilfe nehmen. Einfache Filme lassen sich leicht selbst schon mit  Smartphones erstellen, die eine gute Kamera an Bord haben. Das Einstellen der Videos ist kostenlos.
  • Oft ist die Bereitschaft und die Neugierde der Nutzer und potenziellen Kunden höher, sich kurze Videos anzuschauen als Texte zu lesen.
  • Die Aufmerksamkeit kann gesteigert werden.
  • Bestimmte Zielgruppen sind über Videos gut (oder nur noch) zu erreichen.
  • Filme lassen sich über Link- oder Einbettungsfunktionen leicht auf die eigene Firmen-Website  und in Social Media Kanälen einbauen und verwenden.
  • Zu guter Letzt spielen Videos – insbesondere bei Youtube – eine wichtige Rolle beim Suchmaschinenranking von Unternehmen.

Das Hochladen von eigenen Videos auf Plattformen wie Youtube sollte kein Problem darstellen. Um das ganze professioneller wirken zu lassen und die Auffindbarkeit zu erleichtern, bietet sich das Einrichten einen eigenen Kanals bei Youtube an. Beipiele hierfür: Autohaus Heidenreich, Dürkop-Gruppe.

Inspirationen kann man sich einfach über die Suchfunktion der Video-Portale holen.

Weitere Anregungen zum Nachlesen und zur Erstellung von Videos gibt es beispielsweise an dieser Stelle:

http://karrierebibel.de/video-guide-tipps-und-grundlagen-fur-den-einstieg/

http://karrierebibel.de/corporate-video-definition-tools-trends/

Kennt Ihr noch andere gute Beipiele aus dem Kfz-Bereich? Oder noch weitere Anwendungsbereiche und Themen, die ich nicht aufgeführt habe? Bin gespannt auf Beitäge oder Kommentare zu diesem Artikel!

Quelle der Filme: youtube.com

Drittes ZDK-Carcamp in Mannheim – mein kurzer Rückblick

Carcamp Mannheim 2014 Social Media

 

Carcamp 2014 in Mannheim

Am 26.9.2014 trafen sich bereits zum dritten Mal Interessierte, Laien und Profis aus der Kfz-Branche, um über Social Media und Online-Marketing im Automotive-Umfeld zu sprechen und zu diskutieren.

Ich war zum zweiten Mal auf der Veranstaltung des ZDK. Das Carcamp wurde auch diesmal wieder in der Form eines Barcamps durchgeführt. Die Themen der einzelnen Sessions werden erst am Tag der Veranstaltung morgens von der Gruppe festgelegt. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu einem Thema einen Vortrag, einen Workshop oder einfach eine Diskussionsrunde vorzustellen und selbst zu gestalten.

Die Sessions werden anschließend an einem Grid übersichtlich zusammengestellt.  Mehr zum Format lässt sich in meiner Zusammenfassung des zweiten Carcamps aus dem letzten Jahr nachlesen.

Es war wieder eine gelungenes Carcamp. Meinungen der Teilnehmer dazu und unterschiedliche Artikel aus der Fachpresse bzw. von Bloggern finden sich auf der Website des Carcamps.

Auch ich hatte wie im letzten Jahr wieder das Gefühl, dass der Tag viel zu schnell vorbei war. Einige Sessions laufen zeitlich parallel, daher konnte man selbst nicht jeden Workshop oder Vortrag besuchen, aber durch den Austausch in den Pausen beim Kaffee oder Mittagessen ergibt sich immer die Möglichkeit, sich über verpasste Sessions zu informieren. Einige Beiträge oder Charts der Sessiongeber lassen sich über die Carcamp-Seite abrufen. Schön war, viele bekannte Gesichter aus dem Vorjahr und Blogger aus der Branche wiederzusehen.

Ich selbst habe Sessions zu Facebook-Werbeanzeigen, Bewertungsportalen im Internet sowie SEO-Einsatz für Autohäuser und Servicebetriebe besucht. Nach dem Mittagessen hatte ich die Gelegenheit, die Ergebnisse der von mir gemeinsam mit Claudia Weiler bzw. dem ZDK durchgeführten Online-Befragung „Online-Marketing in Kfz-Betrieben“ einem größeren Publikum vorstellen zu dürfen. (Weitere Gedankenen zu diesem Thema in einem späteren Beitrag)

Man darf dem Veranstalter sowie den Sponsoren Bosch, Basta Media und BDK zu einem tollen, gut organisierten Carcamp gratulieren!

Neu war in diesem Jahr die Zusammenfassung der Sessions in Form von Thesenkarten, auf denen die Teilnehmer einer Session ihre Eindrücke und Erkenntnisse aufschreiben konnten. Diese wurden am Schluss des Tages in einer Feedbackrunde zusammengefasst.

Was blieb als Fazit übrig?

Schade war, dass beim diesjährigen Carcamp erneut (relativ) wenige Vertreter von Autohäusern und Werkstatt-Betrieben den Weg nach Mannheim gefunden haben – wenn auch mit steigender Tendenz. Ebenso haben sich die grundsätzlichen Headlines aus meiner Sicht nicht wirklich weiter entwickelt. Oft fehlt wichtiges Basis-Wissen zu Online-Marketing und Social Media. Auf der anderen Seite sollte man dies nicht zu pessimistisch sehen: Das Carcamp soll ja gerade unterschiedliche Zielgruppen von Internet-Laien bis Online-Experten ansprechen – und das hat es auch getan!

Also – ich bin 2015 wieder dabei… Ihr auch?

Carcamp 2014

Selbstcheck für Autohäuser und Werkstätten zu Online-Marketing und Social Media

social media kfz-betrieb

Wie stehen Kfz-Betriebe zu Online-Marketing und sozialen Netzwerken im Internet?

Die Online-Welt durchdringt spürbar auch die Kfz-Branche in Deutschland. Das Such- und Kaufverhalten der Autokunden verlagert sich  immer stärker auf Online-Kanäle. Vorangetrieben wird dieser Trend durch die massenhafte Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets.

Doch welche Rolle spielen derzeit Maßnahmen im Online-Marketing, die eigene Unternehmenswebsite und die Nutzung von Social Media-Kanälen in den deutschen Kfz-Betrieben?

Selbstcheck im Internet

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben Claudia Weiler vom  Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, ZDK und ich im Namen der Unternehmensberatung BBE Automotive einen Online-Selbstcheck für Autohäuser und Werkstatt-Betriebe entwickelt. Der Online-Fragebogen zu den den Themenblöcken Online-Marketing, Website und Social Media ist über die Startseite des ZDK abrufbar (www.kfzgewerbe.de).

Die Betriebe erhalten mit der Teilnahme die Möglichkeit, sich selbst im Vergleich zu Unternehmen der gleichen Kategorie zu den genannten Themen einzuschätzen. Am Ende der Befragung gibt es die Möglichkeit, eine kostenfreie individuelle Auswertung anzufordern.

Alle Antworten fließen am Ende des Befragungszeitraumes (12.9.) anonymisiert in eine Gesamtstudie ein. Diese Ergebnisse werden auf dem 3. Mannheimer Carcamp des ZDK am 26.9.2014 vorgestellt und diskutiert. Zum Carcamp verweise ich auf einen älteren Blogbeitrag von mir.

Wir freuen uns, wenn möglichst viele Unternehmen an der Befragung teilnehmen und die Möglichkeit der Selbsteinschätzung für sich nutzen!

 

 

Drittes CarCamp zu Social Media im Autohaus in Mannheim am 26.9.2014

carcamp2014

Am 26.9.2014 ist es wieder soweit – bereits zum dritten Mal findet das CarCamp des ZDK in Mannheim statt.

Die Veranstaltung bringt unterschiedliche Menschen zusammen, die sich in irgendeiner Form mit Social Media im Autohaus oder in anderen Kfz-Betrieben beschäftigen – vom Vertreter eines Autohauses oder einer Kfz-Werkstatt, über Agenturen und PR-Profis bis zu einfach am Thema interessierten Teilnehmern. Dabei ist es unerheblich, ob bereits Profi auf diesem Gebiet oder Anfänger. Beide Gruppen können bei der Veranstaltung viel voneinander lernen.

Der Name CarCamp leitet sich von der Veranstaltungsart Barcamp ab, das im Online-Bereich mittlerweile bei Usus ist. Es gibt nur ein generelles Thema – hier Social Media im Kfz-Bereich. Zu Beginn der Veranstaltung werden nach einer kurzen Vorstellungsrunde die einzelnen Themen erst vor Ort festgelegt. Jeder kann etwas vorschlagen und die Moderation oder den Vortrag selbst in die Hand nehmen. Die Themen werden auf einem Grid festgehalten, aus dem sich jeden Teilnehmer eine Art individuellen „Stundenplan“ zusammenstellen kann. Da sich die einzelnen Vorträge oder Workshops überschneiden können, kann man nicht alle Veranstaltungen besuchen.

Ich habe das CarCamp im vergangenen Jahr zum ersten Mal besucht und fand diese Art der Verstaltung sehr spannend und angenehm. Man ist nicht an einen strikt vorgegebenen Tagesablauf gebunden, wie es oft bei Vortragsveranstaltungen vorkommt. Und das schöne ist – für die Besucher ist die Teilnahme kostenlos, das das CarCamp gesponsert wird.

Die Anmeldung erfolgt online über die Plattform des CarCamps. Dort finden sich auch Informationen zu den ersten beiden Treffen und die Möglichkeit, sich im Netz mit anderen Interessierten zu vernetzen. Ich fand es spannend, im letzen Jahr einige Online-Kontakte teilweise zum ersten Mal persönlich kennen zu lernen.

Hier noch weiteres aus der Pressemitteilung des ZDK zur Veranstaltung.

Meine Betrachtung zum zweiten CarCamp könnt ist hier nachzulesen.

Ich hoffe im September wieder einige bekannte Gesichter zu sehen!

Nachbetrachtung 2. Mannheimer Carcamp – Social Media im Kfz-Betrieb

carcamp2013

Am 11. Oktober 2013 fand in den Räumlichkeiten von Fuchs Schmierstoffe zum zweiten Mal das Mannheimer Carcamp  statt, bei dem sich alles um das Thema Social Media im Kfz-Betrieb drehte. Initiiert wurde die Veranstaltung vom ZDK.

Rund 60 Teilnehmer mit unterschiedlichem Background nahmen teil – Berater, Blogger, am Thema interessierte Vertreter aus Autohäusern und freien Werkstätten und Journalisten.

Als Veranstaltungsformat wurde das sogenannte Barcamp gewählt, bei dem nur ein generelles Oberthema feststeht und die einzelnen Sessioninhalte erst vor Ort von den Teilnehmern festgelegt werden. Das schöne daran ist, dass sich jeder aktiv mit einem Referat, Vortrag oder einer Diskussionsrunde beteiligen kann, auch ohne große Vorbereitung. Die Sessions werden auf einem Grid eingetragen und jeder kann für die sich interessante Sessions auswählen. Ein kleiner Nachteil ist, dass einige Sessions parallel laufen und man die Qual der Wahl hat. So passte in meinen Terminplan leider auch nicht die von Fuchs angebotene Werksführung.

Für mich war es das erste Barcamp – ein erfrischendes Format, das zum Austausch und zu Diskussionen anregt. Man konnte auf diese Weise Social Media von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachten. In den professionell ausgestatteten Seminarräumen konnte man sofort in kleinen oder größeren Gruppen durchstarten.

Einige Kontakte kannte ich vorher nur über Online-Kanäle und über das Bloggen und hatte nun Gelegenheit, sie „live“ zu treffen. @derekfinke  @skodaportal

Nach der Begrüßung durch Claudia Weiler vom ZDK und den Gastgeber Fuchs Schmierstoffe ging es auch schon los.

Session-Themen

Die Themen der Sessions waren vielfältig. Ich gebe hier einen kurzen Überblick. Da ich nicht alle Sessions besuchen konnte, kann ich nicht zu allen Themen ausführlicher berichten.

  • Ich selbst habe ein Konzept vorgestellt, wie man als Kfz-Betrieb (unabhängig ob Autohaus oder Werkstatt) eine Strategie bzw. ein Konzept für die eigenen Aktivitäten in Social Media aufbaut. Kurz gesagt sollte man nicht damit beginnen, sich mit den Online-Kanälen zu beschäftigen, sondern zunächst seine Ziele/Zielgruppen festelegen und anschließend einen Plan für die konkrete Ausgestaltung und die Umsetzung im Betrieb erstellen (Inhalte, Ressourcen).
  • Social Media Monitoring: Hier gab es eine kurze Einführung, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, Social Media Kanäle zu monitoren. Angefangen vom einfachen Google Alert bis hin zur High-End Lösung, die mit (teueren) Software-Paketen gefahren wird.
  • Social Media aus der Praxis für die Praxis: In einer kleinen Gruppe wurde diskutiert, welche Bedeutung soziale Medien für Autohäsuer und Werkstätten haben. Oft scheitern die Aktivitäten am geringen Zeitbudget der Inhaber oder Verantwortlichen im Betrieb. Die Frage nach dem „was bringen mir Social Media“ kann man nicht so einfach beantworten. Im Grunde muss man bei jeder Marketingaktion auf Erfolge hoffen und diese so gut es geht messbar machen. Was einem Betrieb das Verteilen von Flyern „bringt“, ist ja ähnlich schwer zu beantworten.
  • Die Session „Social Media Kickstart“ ging in die Richtung meiner eigenen Session. Als entscheidend herausgestellt wurde auch hier, dass man für Social Media ein Konzept benötigt und sich zunächst mit den eigenen Zielen auseinandersetzen muss. Die Wahl der Social Media Kanäle sollte nach der Zielgruppe ausgerichtet sein.
  • Am späten Nachmittag konnte man noch einen Eindruck gewinnen, wie die Marke Mercedes an soziale Medien im Internet herangeht. Erfreulich fand ich, dass Mercedes für den Handel ein großes Social Media-Paket für die Betriebe geschnürt hat. Ohne in die Freiheit bei der Gestaltung z.B. von Facebookseiten der Mercedes-Betriebe einzugreifen, bietet Mercedes den Partnern kostenfreie Module, die sich mit wenigen Klicks in die eigene Seite integrieren lassen.

Die weiteren Themen, zu denen ich inhaltlich nichts weiter sagen kann:

  • Datenschutz – (k)ein Recht für Facebook?
  • Bloggen
  • Cyberwar/Überwachung durch die NSA
  • Was ist ein Barcamp?
  • Azubi-Marketing über Social Media
  • Die Rolle von Bewertungsplattformen für Kfz-Betriebe
  • Crowdsourcing
  • Best Practice Social Media
  • Ersetzen Social Media-Kanäle die Corporate Website?
  • Freie Werkstätten in Social Media

Zu einigen Sessions können die Slides auf der Seite der Carcamp-Community heruntergeladen werden. Ein gute Sache, da man nicht alle Sessions gleichzeitig besuchen konnte. Fotos sind auch bereits dort einsehbar.

Was bleibt?

Insgesamt gesehen zogen die Teilnehmer – mich eingeschlossen – ein sehr positives Fazit. Der rege Austausch und die Diskussionsmöglichkeiten und viele neue Kontakte zählen für mich neben der sehr gute Organisation zu den Pluspunkten.
Aus meiner Sicht ist ein Tag zu kurz, vertiefen könnte man die Themen besser, wenn das Carcamp über zwei Tage gehen würde. Schade auch, dass die Autohäuser, Werkstätten und Automobilhersteller nicht sehr stark vertreten waren.

Im Bereich Social Media steckt für die Branche noch viel Potenzial, aber auch noch viel Arbeit vor den Betrieben.

Branchentreffen zu Social Media in Autohäusern und Werkstätten – Zweites Carcamp in Mannheim

Die zweite Carcamp-Veranstaltung für alle Profis oder Interessierte, die sich mit dem Thema Social Media in Autohäusern und Werkstätten beschäftigen, wird
am 11. Oktober 2013 vom Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und Fuchs Europe Schmierstoffe in Mannheim durchgeführt.

carcamp

Der Name Carcamp stammt vom Begriff Barcamp („Unkonferenz“) ab, der für ein Branchentreffen oder eine Tagung steht, bei dem nur ein Oberthema festgelegt wird. Der eigentliche Ablauf der Veranstaltung oder der Workshops wird allerdings erst am Tag der Treffens von den Teilnehmern spontan festgelegt.

Leider war ich im letzten Jahr verhindert und konnte das erste Treffen nicht persönlich besuchen. Verpasst habe ich dadurch u.a. Workshops und Sessions zu Facebook-Fans, Online-Marketing, Corporate Blogs in Autohaus-Betrieben oder Praxiserfahrungen aus dem Autohaus Podlech. Glücklicherweise konnte man das Carcamp vor, während und nach der Veranstaltung sehr gut online über verschiedene Social Media-Kanäle mitverfolgen.

Vom ZDK wurde eine eigene Community-Seite (www.carcamp.mixxt.de) gestartet. Auf dieser Plattform kann man sich als User anmelden, ein persönliches Profil anlegen und sich mit anderen Usern austauschen und vernetzen.

Die Anmeldung zum zweiten Carcamp läuft ebenfalls über diese Plattform. Außerdem kann man jetzt schon Vorschläge zu Session-Themen machen oder im Forum Social-Media Themen diskutieren (aktuell wird etwa über Bewertungsplattformen für Autohäuser und Werkstätten gesprochen). Fotos vom letzten Jahr geben Eindrücke von dieser Konferenz wieder.

Eine schöne Idee war es, am Tag der Veranstaltung im letzten Jahr Nicht-Teilnehmern über eine Twitterwall die Gelegenheit zu geben, doch irgendwie teilzunehmen.

Anmelden noch möglich

Es sind noch Plätze frei. Also schnell anmelden. Besonders attraktiv: das Treffen ist dank Sponsoren für die Besucher kostenlos.

Aktuelle News zum Carcamp gibt es übrigens laufend bei Twitter (@CarCampMannheim) oder über die Facebook-Seite der „Unkonferenz“.