Blogparade – Was möchte der Autokäufer der Zukunft ?

autokäufer

Meine erste Blogparade

Nach längerer Zeit komme ich wieder mal dazu, einen Blogartikel zu verfassen. Da ich etwas Schwung in die Sache bringen möchte, kam mir die Idee eine Blogparade zu starten. Dies ist meine allererste Blogparade, ich hoffe daher alles richtig zu machen 😉

Welches Thema?

Ein Thema, das mich in der letzten Zeit immer wieder beschäftigt hat und zu dem es aktuell in den Fachmedien einiges zu lesen gibt, ist, wie der Automobilkäufer der Zukunft aussieht bzw. welche Bedürfnisse er hat.

Die spannendsten Ergebnisse dazu zeigt derzeit aus meiner Sicht die vor einigen Tagen veröffentlichte Studie „Cars Online 2014“ von Capgemini (mehr dazu hier).

Woanders wird bereits vom Autokäufer 3.0 geprochen. Ist dies schon übertrieben?

In der Untersuchung von Capgemini wird von einer „Generation Connected“ gesprochen:

  • Der Kaufprozess von Fahrzeugen und das Suchverhalten der Kunden wird immer digitaler.
  • Soziale Medien beeinflussen das Kaufverhalten – man traut eher der Meinung anderer Konsumenten als Werbeversprechen.
  • Das Interesse, den ganzen Kaufprozess im Internet abzuwickeln, keimt bei den Kunden langsam auf.  Trotzdem ist das Erlebnis einer Probefahrt und das Ausprobieren eines Autos noch sehr entscheidend für den Autokäufer.
  • Der Wunsch nach Mobilität ist bei einigen Gruppen der Untersuchung größer als der Besitz eines Autos. Insgesamt explodiert z.B. das Interesse an Carsharing allerdings auch nicht.
  • Beim Thema Connected Cars interessieren sich die Konsumenten in erster Linie für Sicherheitsfeatures und Serviceleistungen, die durch die Vernetzung möglich gemacht werden.
  • Die Käufer möchten den Dialog mit den Herstellern und Handelsbetrieben, aber alles individualisiert und keine Ansprache „von der Stange“.

Interessant ist bei den Ergebnissen, dass es in Wachstumsmärkten wie China oder Brasilien ein viel größeres Interesse an einem überwiegend digitalen Kaufprozess gibt. 61% der Befragten in China würden ein Auto online kaufen. In Deutschland ist der Wunsch nach mehr Digitalität oder Social Media noch nicht so stark ausgeprägt. Liegt dies an unserer Mentalität, wollen die Käufer dies noch nicht oder liegt es am Einfluss der Hersteller und des Handels?

Wie kann man teilnehmen?

Mich würde die Meinung von anderen Bloggern und Experten sehr interessieren. Dazu lade ich alle zu meiner ersten Blogparade ein:

  • Thema natürlich: Was möchte der Autokäufer der Zukunft ?
  • Start: heute 19.5.2014, Ende am 13.7.2014
  • Diese Blogparade soll in jedem Eurer eigenen Beiträge oder in Kommentaren verlinkt werden.
  • Die Liste der Beiträge werde ich in diesem Post laufend aktualisieren.
  • Ich werde eure Artikel sammeln und nach Ende der Blogparade in einem weiteren Beitrag zusammenfassen.

Ich bin gespannt auf weitere Meinungen! Ich behalte mir nur vor, Beiträge die nicht zum Thema passen, außen vor zu lassen.

UPDATE 22.5.2014
Beitrag von Patrick: http://www.automobilkaufmann.info/2014/05/was-moechte-der-autokaeufer-der-zukunft/

 UPDATE 1.7.2014
Beitrag von der Auto-Diva Nicole Y. Männl: http://auto-diva.de/2014/das-auto-von-morgen-wuensche-der-autokaeufer/

Quo vadis Automobilhandel 2014?

neuwagen

Wohin geht 2014 die Reise?

Zum Jahresende geben viele Beteiligte der Automobilbranche wieder ihre Jahresprognosen für 2014 ab. Werden die Neuzulassungszahlen für Neuwagen nun über dem Niveau von 2013 liegen? Die Experten rechnen mit einem Anziehen der Zulassungszahlen.

Viel wichtiger als die Prognosen, ob die Neuzulassungszahl knapp oder wieder deutlicher über drei Millionen Fahrzeugen liegen wird, erscheint mir die Frage, wie sich der Markt 2014 weiter entwickeln wird. Welche Geschäftsmodelle sind für die Hersteller und vor allem für die Händler erfolgversprechend? Wer verdient auf welche Weise im Jahr 2014 Geld mit neuen Fahrzeugen?

Der Wettbewerb wird auf diesem Markt sicher nicht einfacher für den klassischen Automobilhandel werden. Die Autohersteller – siehe als Beispiele Daimler und BMW – rücken mit eigenen Online-Vertriebskanälen in den Vordergrund. Auch wenn sie noch „in den Kinderschuhen stecken“, sind diese Portale doch eine deutliches Statement der Hersteller.

Der Marktdruck steigt

Aber für den meisten Druck sorgen externe Marktplayer, also Neuwagenbörsen wie meinauto.de, mobile.de und neuerdings auch Sixt, die Fahrzeuge mit hohen Rabatten anbieten. Der ZDK spricht hier von einer „Wettbewerbsverzerrung“. So tickt aber zur Zeit nun mal der Markt. Die große Frage ist: Wie reagieren die Marken und die Händler auf diese Entwicklung? Eine Vogel-Strauß-Politik – Kopf in den Sand stecken – ist bestimmt nicht die richtige Lösung. Viel Zeit für eine Lösung bleibt allerdings nicht, da die Neuwagenbörsen im Internet den Handel sonst schnell hinter sich lassen könnten.

Man kann gespannt sein, welche Lösungen die Hersteller und der klassische Handel finden werden. Ein gemeinsamer Weg der Hersteller und Händler beim Thema Internet-Verkauf scheint sinnvoll. Im kommenden Jahr wird sich sicherlich folgendes zeigen:

  • Gelingt der Hersteller mit dem Handel die Schaffung von gemeinsamen Internet-Plattformen?
  • werden Händler zukünftig eher als Vermittler auftreten, d.h. das Neuwagengeschäft wird im Internet abgeschlossen und der Handel übernimmt Auslieferung, Service und Sicherstellung der Mobilität?
  • Schaffen es die Händler, im Online-Marketing stärker zu werden?
  • Kann jeder Händler für sich und seine Marke(n) ein erfolgreiches und ertragsreiches Geschäftsmodell entwickeln?

Man kann nur hoffen, dass die derzeit vorherrschende – verständliche – Unsicherheit bezüglich der aktuellen Marktsituation und die allgemeine Lethargie in der nahen Zukunft in aktive Händlerschaften umschwenkt, die sich ernsthaft mit dem Online-Vertrieb von Neuwagen auseinandersetzen.

Wie sind die Meinungen dazu?