Neuwagen-Angebote über Internet – Angriff auf den klassischen Automobilhandel?

Neuwagenverkauf über Internet – Tendenz steigend

Derzeit geistern die Begriffe Neuwagen und Online-Vertrieb wieder stark durch die Presse. Sogar die Wirtschaftswoche widmet sich in der letzten Ausgabe diesem Thema in einem längeren Artikel.

BMW will das Elektroauto i3 ausschließlich online verkaufen. Der Händlerverband reagiert verärgert. Mercedes startet Ende 2013 mit dem Online-Verkauf von Neuwagen. Auch wenn diese Projekte oft nur ein zartes Pflänzchen sind im gesamten Vertriebssystem oder nur auf Pilotstandorte einzelner Marken beschränkt sind, scheint die Marschroute doch festzustehen.

Es geht bei Neuwagen immer mehr in Richtung Online-Vertrieb. Fraglich ist nur, wer davon am meisten profitieren oder einstecken wird.

neuwagen-online

Man muss nur mal den Begriff „Neuwagen“ bei Google eingeben. Sofort werden Begriffe ergänzt, die aus dem Bereich Internetverkauf kommen. Ruft man die Suche auf, stehen an erster Stelle Fahrzeugplattformen wir Meinauto.de, Autohaus24 oder Mobile.de – auch bei den organischen Suchtreffern. Danach folgen die Herstellerseiten, Händlerseiten erst auf den nächsten Seiten.

Ziele der Autohersteller beim Thema Neuwagen-Internetvertrieb

Welche Ziele könnten die Hersteller verfolgen, die aktuell auf das Thema Online-Vertrieb von Neuwagen setzen?

  • Das Suchverhalten und Kaufverhalten der Kunden verlagert sich in Richtung Online. Darauf reagieren die Hersteller. Bei manchem Autohändler scheint diese Erkenntnis noch nicht angekommen zu sein. Bestimmt wird eine immer größer werdende Kundengruppe Neufahrzeuge nur noch online anschauen, konfigurieren und bestellen, ohne der Weg ins Autohaus zu nehmen. Und dies werden nicht nur die Schnäppchenjäger sein.
  • Natürlich soll mit einem weiteren Vertriebsweg der Neuwagenabsatz angekurbelt werden. Der Marktdruck ist zu groß, um lukrativeVertriebskanäle außer Acht zu lassen.
  • Vielleicht traut man dem stationären Autohandel künftig weniger zu, die Kunden zum Neuwagenkauf zu bewegen. Dies sprechen aber die wenigsten offen aus.

Ob die Aktivitäten der Hersteller wirklich ein „Angriff“ auf den klassischen Autohandel sind, bleibt zu diskutieren.

Fest steht aber, dass mancher Händler aus seinem Schneckenhaus kommen müsste und sich den Marktgegebenheiten anpassen muss. Außerdem werden die Hersteller mittel- und langfristig mit dem Internetvertrieb „ernst machen“.

Dieses Thema bietet viele Facetten und es bleibt interessant zu beobachten, wie sich die Marktplayer auf die Anforderungen der
Endkunden einstellen werden. Meinungen dazu?

Ergänzung 28.7.2013: Audi setzt beim Thema Internet und Neuwagen auf die Zusammenarbeit mit der Händlerschaft. Der Audi-Händlerberat reagiert positiv darauf. Quelle: kfz-betrieb Online vom 26.7.2013

Online Bewertungsportale sind in Automobilbranche angekommen

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Bewertung – Bewertung – Bewertung

Alles wird im Internet von Kunden bewertet – wer kennt nicht die klassischen Bewertungen und Rezensionen auf Amazon.de? Produkte wie Bücher, CDs oder Elektronikgeräte, die dort weniger als vier oder fünf Sterne bekommen, sind fast schon zum Sterben verurteilt. Auch Hotels, Restaurants und sogar Arbeitgeber werden schon länger auf diversen Internetportalen bewertet. Online Bewertungsportale für Kfz-Unternehmen sind ebenfalls bereits Realität.

Interessanterweise wissen viele Autohaus- oder Werkstattbetreiber davon nichts oder stecken (noch) den Kopf in den Sand. Oft schlummern etliche Online Bewertungen ungesehen und unbeantwortet im Internet – und oft genug enthalten sie negative Kommentare oder Beschwerden.
Was sollen die Betriebe damit anfangen? Ignorieren oder als Chance zum Dialog mit dem Kunden nutzen? Die Portale und Bewertungsmöglichkeiten im Internet sind einfach da –
also kann einen Vogel-Strauß-Politik keine Lösung sein.

Unterschiedliche Plattformen für Kundenmeinungen

Welche Alternativen hat der Kunde, um seine Meinung über ein Autohaus oder eine Werkstatt, Reifenbetrieb etc. im Netz abzugeben?

  • Google Local: Wenn ein Betrieb über Google gesucht wird, wird direkt unter dem Suchergebnis mit der Adresse des Betriebes die Bewertung angezeigt, sofern vorhanden. Bewertungen auf verschiedenen Plattformen lassen sich so mit ein oder zwei Klicks abrufen.
  • Übergreifende Portale wie qype (demnächst unter dem Namen yelp)
  •  Social Media: In sozialen Netzwerken können die Kunden natürlich auch Bewertungen schreiben und neuerdings auch ein Sterne-System für die Bewertung nutzen.

Allen Portalen gemeinsam ist ein Bewertungssystem mit Sternen oder Punkten ähnlich der eingangs erwähnten Amazon-Bewertungen. Die professionellen Plattformen
sind kostenpflichtig, wenn ein Premium-Zugang genutzt wird. Beim Premium-Zugang werden den Kfz-Unternehmen mehr Optionen freigeschaltet, etwa die Antwort auf Kundenbewertungen, besseres Listing in Suchmaschinen, Verlinkung mit der Unternehmenshomepage, detaillierte Analysen und weitere interessante Punkte.

Die anderen Kanäle sind kostenlos, aber teilweise eingeschränkt zu nutzen, z.B. können die Wertungen aus Google Local nicht direkt auf der eigenen Seite angezeigt werden.

Wie können die Betriebe mit den Bewertungsplattformen umgehen?

Jeder Inhaber oder Geschäftsführer sollte sich eine Strategie zurechtlegen, wie er mit Kommentaren zum eigenen Unternehmen umgeht. Ignorieren der Beurteilungen ist sicherlich kein Bestandteil dieser Strategie.
Das regelmäßige Monitoren der Beiträge zum Betrieb ist die erste und wichtigste Maßnahme.

Jeder Beitrag eines Kunden bietet die Chance zum Kundendialog!
Es gibt zwei mögliche Reaktionen auf die Kommentare:

  • Für ein Lob oder eine positive Bewertung des Verkaufs oder der Werkstattleistungen sollte man sich beim User kurz bedanken. Dies wird oft vergessen.
  • Die „unangenehmere“ Aufgabe ist die Antwort auf Beschwerden und Kritik. Am schlimmsten ist es, diese unbeantwortet zu lassen. Im Laufe der Zeit könnte
    so eine ganze Reihe von kritischen Kommentaren auflaufen und sich ein negatives Bild des Unternehmens aufbauen. Aufnahme der Kritik und das Anbieten von Lösungen oder die Verlagerung der Kommunikation auf andere Kanäle (z.B. Telefon) zeigt nach außen einen positiven Umgang mit Kundenreaktionen.

Es macht aus meiner Sicht Sinn, das Thema Online Bewertungen offensiv anzugehen und für sich selbst zu nutzen.

Warum sollte man nicht seine Kunden bitten, im Internet Erfahrungen mit dem Autohaus oder der Werkstatt mitzuteilen und eine Bewertung abzugeben? So ergibt sich langfristig ein realistischen Bild mit (hoffentlich vielen!) positiven Beiträgen und auch negativen Bewertungen, auf die reagiert werden kann.

Ob sich eine der Plattformen durchsetzen wird oder ob mehrere parallel existieren werden, wird sich in Zukunft zeigen.

Apps im Auto – möchte das der Kunde?

apps auto

In-Car Apps

Ins Auto einsteigen, Musik über Spotify starten und sich die neuesten Facebook-Nachrichten anzeigen oder vorlesen lassen – Zukunftsmusik oder bald alltägliche Routine für deutsche Autofahrer?

Dem Markt für Apps in Fahrzeugen wird ein starkes Wachstum in den nächsten Jahren prognostiziert. Eine Studie von Jupiter Research spricht aktuell von einem kommenden Millardenmarkt. (näheres auch im Blog Blogomotive)

Doch will der Autokunde sich mit Apps während der Autofahrt beschäftigen? Einer Befragung von 1000 Autofahrern durch die Zeitschrift kfz-betrieb  („Internet im Auto eher unwichtig“) zufolge stehen vor allem elektronische Systeme im Vordergrund, die der Sicherheit dienen (Fahrassistenzsysteme).

Dafür geben die Fahrer auch gerne etwas mehr aus als für Unterhaltungssysteme im Auto, die sich z.B. über Apps bedienen lassen.

Die Autohersteller arbeiten mehr oder weniger fieberhaft an der technischen Umsetzung der elektronischen Helfer im Auto.
Doch was müssen Apps in Automobilen bieten, um von den Kunden künftig akzeptiert und genutzt zu werden?

  • Leichte Bedienung der Apps im Auto ist das A und O.
  • Die Verbindung mit dem Smartphone sollte reibungslos funktionieren.
  • Der Sicherheitsaspekt: Die Bedienung der Apps sollte den Fahrer nicht ablenken.
    Bei Musik-Apps bietet sich etwa die Steuerung am Lenkrad an.
  • An der Bedienung der Apps durch Sprachsteuerung müssen die Hersteller sicher noch weiter arbeiten.
  • Und zu guter Letzt – der Preis wird auch hier über den künftigen Erfolg der Apps in Fahrzeugen entscheiden.

Im Idealfall (aber wann gibt es den schon?) würde eine Win-Win-Situation zwischen Kunde und Hersteller entstehen. Die Autofahrer profitieren vom Komfort durch die Apps im Fahrzeug. Die Hersteller können Daten über den Kunden sammeln, insbesondere für das Werkstattgeschäft ergeben sich so neue Perspektiven (Erfassen von Fahrzeugdaten, Inspektionen, Informationen wie Reifendruck – alles möglich).

Eine Übersicht mit aktuellen In-Car Apps folgt an späterer Stelle – oder hat schon jemand eine Lieblingsapp im Auto?

Werkstattportale im Internet – Chance oder Risiko für Kfz-Betriebe?

Werkstattportale im Internet

Was sich im Gebrauchtwagenmarkt längst als Standard entwickelt hat, spielt auch auf den Gebieten Neuwagen, Reifen und Service eine immer größere Rolle – das Onlinegeschäft mittels Internetbörsen.

So wachsen derzeit auch Werkstattportale aus dem Boden, über die Werkstattkunden direkt online bei Kfz-Betrieben auswählen und buchen können. Dass die Betreiber der Portale in den Aufbau und Ausbau der Börsen in ziemlich großem Umfang investieren und dass sich bereits nicht wenige Autohäuser und Servicebetriebe dort registriert haben, lässt bestimmt nicht auf ein kurzzeitiges Phänomen schließen.

Eher wird sich der Servicemarkt durch die Portale verändern. Die Frage ist nur, ob das „offline“-Werkstattgeschäft bedroht wird oder ob sich Chancen für das Werkstattgeschäft ergeben.

Diese Frage wird aktuell unter den Marktteilnehmern kontrovers diskutiert, u.a. auch anlässlich eines Vortrages des Werkstattportal-Betreibers Autoscout24
auf dem 14. Kölner Aftersales Forum der BBE.

Welche Vorteile kann es für die Kfz-Unternehmen bei der Nutzung von Werkstattportalen im Internet geben?

  • Mit Hilfe der der Internetportale lassen sich neue Kunden oder Kundengruppen erschließen, welche ohne die Börse vielleicht nie auf die Werkstatt aufmerksam geworden wären.
  • Die Werkstatt-Auslastung kann mit zusätzlichen Aufträgen aus den Börsen gesteigert werden.
  • Durch die Börsen werden Werkstattleistungen und Preise für den Kunden (aber auch für die Wettbewerber!) transparenter.
  • Dem Kunden wird die Suche nach einer geeigneten Werkstatt in seiner Nähe erleichtert.
  • Durch die bessere Auffindbarkeit der Betriebe wird die Kontaktanbahnung zwischen Kunde und Kfz-Betrieb erleichtert. Insbesondere freie Werkstätten stehen zur Zeit vor dem Problem, als Werkstattunternehmen mit ihren Leistungen im Internet nicht gefunden oder in den Suchmaschinen nicht indexiert zu werden.
  • Die Portale sind in der Regel auch mobil per App erreichbar, was dem aktuellen Kundenverhalten entspricht und entgegenkommt.

Und gibt es auch Nachteile und Risiken?

  • Besonders die Marktteilnehmer des freien Werkstattmarktes befürchten, dass die Angebote in Werkstattportalen nur den Preis der Leistung in den Fokus stellen und dass die Qualität der Werkstatt und ihrer Services zweitrangig wird.
  • Werkstattportale machen mutmaßlich die „Preise kaputt“, da sich die Betriebe durch den Wettbewerbsdruck mit Dumpingpreisen unterbieten könnten.
  • Damit sinken die Margen der Werkstätten, zusätzlich werden sie geschmälert durch Gebühren und Umsatzbeteiligungen der Portale.
  • Einige Börsen bieten zur Zeit nur Standard-Services wie Ölwechsel und Wartungsleistungen. Hier ist allerdings schon ein Trend zur Ausweitung der Angebote erkennbar.

Was bringt die Zukunft?

Jeder Kfz-Betrieb muss für sich entscheiden, ob und in welchem Umfang er die Dienste eines Werkstattportales in Anspruch nimmt. In einem Konsolidierungsprozess wird sich künftig zeigen, welche Börse(n) mit einem attraktiven Leistungsprogramm die größte Anziehungskraft auf die Betriebe ausüben kann. Vielleicht sind Serviceportale irgendwann genau so selbstverständlich wie es heute schon bei den Gebrauchtwagen der Fall ist.

Alle „Schwarz-Weiß-Seher“ unter den Marktteilnehmern, die Werkstattportale entweder verteufeln oder als Allheilmittel sehen, dürfen eines nicht vergessen –
Der Kunde gibt wie immer den Takt vor.

Oder was meinen Sie?

Branchentreffen zu Social Media in Autohäusern und Werkstätten – Zweites Carcamp in Mannheim

Die zweite Carcamp-Veranstaltung für alle Profis oder Interessierte, die sich mit dem Thema Social Media in Autohäusern und Werkstätten beschäftigen, wird
am 11. Oktober 2013 vom Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und Fuchs Europe Schmierstoffe in Mannheim durchgeführt.

carcamp

Der Name Carcamp stammt vom Begriff Barcamp („Unkonferenz“) ab, der für ein Branchentreffen oder eine Tagung steht, bei dem nur ein Oberthema festgelegt wird. Der eigentliche Ablauf der Veranstaltung oder der Workshops wird allerdings erst am Tag der Treffens von den Teilnehmern spontan festgelegt.

Leider war ich im letzten Jahr verhindert und konnte das erste Treffen nicht persönlich besuchen. Verpasst habe ich dadurch u.a. Workshops und Sessions zu Facebook-Fans, Online-Marketing, Corporate Blogs in Autohaus-Betrieben oder Praxiserfahrungen aus dem Autohaus Podlech. Glücklicherweise konnte man das Carcamp vor, während und nach der Veranstaltung sehr gut online über verschiedene Social Media-Kanäle mitverfolgen.

Vom ZDK wurde eine eigene Community-Seite (www.carcamp.mixxt.de) gestartet. Auf dieser Plattform kann man sich als User anmelden, ein persönliches Profil anlegen und sich mit anderen Usern austauschen und vernetzen.

Die Anmeldung zum zweiten Carcamp läuft ebenfalls über diese Plattform. Außerdem kann man jetzt schon Vorschläge zu Session-Themen machen oder im Forum Social-Media Themen diskutieren (aktuell wird etwa über Bewertungsplattformen für Autohäuser und Werkstätten gesprochen). Fotos vom letzten Jahr geben Eindrücke von dieser Konferenz wieder.

Eine schöne Idee war es, am Tag der Veranstaltung im letzten Jahr Nicht-Teilnehmern über eine Twitterwall die Gelegenheit zu geben, doch irgendwie teilzunehmen.

Anmelden noch möglich

Es sind noch Plätze frei. Also schnell anmelden. Besonders attraktiv: das Treffen ist dank Sponsoren für die Besucher kostenlos.

Aktuelle News zum Carcamp gibt es übrigens laufend bei Twitter (@CarCampMannheim) oder über die Facebook-Seite der „Unkonferenz“.

Autohäuser und Unternehmensblogs – warum das auch noch?

blog_autohaus

Ja warum denn?

Ein Blog für den eigenen Autohaus-Betrieb betreiben: Das klingt zunächst nach viel Arbeit und wenig Nutzen. Es ist doch viel einfacher und schneller damit getan, eine Facebook-Seite oder einen Twitter-Account einzurichten.
Verkauft man mit Blogs mehr Autos oder füllen sich die Auftragsbücher in der Werkstatt?

Wie bei allen Social Media-Kanälen geht es auch beim bloggen in erster Linie um Kundendialog.
Der Verkauf kommt später.  (weiter unten kommt noch ein gutes Beispiel dazu 😉 )

Authentizität ist beim Thema soziale Medien das Zauberwort. Und hier spielt ein Unternehmensblog seinen großen Vorteil aus:
Wo sonst als im Blog hat man im Vergleich zu den relativ starren Gestaltungsmöglichkeiten bei Facebook, Twitter und Google plus mehr Freiheiten im Design der Seite?
Und womit kann man den Auftritt der Seite besser an das Autohaus, an die Corporate Identity und die ganz eigene Unternehmenskultur anpassen als in Blogs?
Es geht darum, eigene Geschichten zum Unternehmen zu erählen.

Auf die anderen Social Media-Kanäle muss ja nicht verzichtet werden. Im Gegenteil, diese lassen sich ebenso frei mit den Blog-Inhalten verbinden. Mit einem Blog ist man aber weitaus unabhängiger von den „Launen“ der Plattform-Betreiber wie Facebook, die permanent ihre Layouts oder  AGBs ändern- oft genug über den Kopf der user hinweg. „Owned Media“ haben da ihre Vorteile. Ganz nebenbei sind Blogs „langlebiger“ als Postings in anderen Kanälen, die irgendwann in den Newsstreams der Fans und Follower untergehen.

Über was lässt sich in Autohaus-Blogs schreiben? Neben den fast obligatorischen Modell-Neuheiten kann man über alles wichtige, interessante und witzige aus dem Unternehmen oder dem Unternehmensalltag schreiben. Warum nicht mal die Mitarbeiter des Betriebes vorstellen? Neuigkeiten wie Umbauten oder Neubauten lassen sich z.B. zu Serienbeiträgen ausbauen. Aktionen und Feste kann man gut in einem Fotoalbum festhalten.
Nützliches für den Leser lässt sich auch immer einbauen. Etwa ein Auto-ABC mit Tipps rund ums das Auto, Autowissen, die Autopflege oder Erklärungen zu Autoreparaturen. Stoff gibt es genug dafür.

Aber ohne eines funktioniert ein Blog wohl kaum: der Spass am regelmäßigen Schreiben von Beiträgen muss da sein. Dies erscheint mir noch wichtiger als die Technik der Blog-Seite. Erst dann wird die Seite für den Leser (und hoffentlich auch Kunden) interessant und er kehrt gerne wieder dahin zurück, kommentiert oder abonniert die Inhalte des Blogs.

Zum Schluss noch einige Bespiele für Corporate-Blogs von Autohäusern – rein subjektiv ausgewählt, bitte nicht böse sein,wer nicht dabei ist!

  • Das Gerstelblog (www.gerstelblog.de) schreibt über alles, was im Autohausalltag passiert.
  • Das Autohaus Weller (www.wellerblog.de) gibt sehr viele nützliche Tipps rund um das Automobil.

Ach ja – etwas fehlt noch. Das Autohaus Gerstel hat es sogar geschafft, über den Blog ein Auto zu verkaufen!
http://www.gerstelblog.de/2013/05/20/das-erste-gerstelblog-auto

Es lohnt sich also doch… oder was meinen Sie?

Social Media-Nutzung in Autohäusern und Werkstätten – Weiterentwicklung oder Stillstand?

Social Media im Autohaus

Unterschiedliche Untersuchungen zu der Nutzung von Social Media-Plattformen durch Autohäuser und Werkstattbetriebe zeigen momentan auf, dass sich bei Inhabern und Geschäftsführern der Unternehmen langsam die Erkenntnis durchsetzt:  Soziale Medien im Netz sind kein kurzfristiger Hype und die Zielgruppen sind dort unterwegs. Übrigens sind dort nicht wie oft angenommen nur jüngere Menschen – die Digital Natives – sondern auch ältere Kundengruppen aktiv.

Die Nutzung von Social Media in den Betrieben steigt nicht rasant an, aber immerhin ist in den letzten zwei Jahren ein positiver Trend zu erkennen. Die künftige Entwicklung zu beobachten wird interessant.

Viel wichtiger erscheint mir allerdings, mit welchem Ziel Social Media in den Betrieben eingesetzt wird. Das bloße Mitmachen, weil alle es machen, wird wahrscheinlich bei vielen schnell zur Ernüchterung führen.

In einer Befragung, die von der BBE Automotive für die Zeitschrift kfz-betrieb durchgeführt wurde, sagten etwa ein Viertel der Autohaus-Manager und fast die Hälfte der Werkstattinhaber, dass ihnen Social Media „nichts bringen“. Diesen Einwand hört man oft. Postings auf Plattformen oder Blogbeiträge schlagen sich nun mal nicht direkt in Neuwagenverkäufen oder mehr Serviceumsatz nieder. Aber ist es nicht auch schwer messbar was etwa eine Werbeanzeige in der regionalen Tageszeitung „bringt“?

Über den „Umweg“ Kundendialog und das Bieten von Mehrwert über Social Media schafft man bei den Kunden eine Bindung an den eigenen Betrieb. Man bleibt im Gedächtnis der Menschen. Und oft gewinnt man auch neue Kunden hinzu.

Dazu ist es wichtig, sich eine Strategie für den Einsatz der sozialen Medien zu überlegen. Welche Ziele möchte man erreichen? Sind die nötigen zeitlichen und personellen Ressourcen zur Umsetzung dieser Strategie verfügbar?

Viele Beispiele von Kfz-Betrieben, die Social Media bereits sehr gut in ihre Unternehmens-kommunikation integriert haben, zeigen in die richtige Richtung.

Schauen wir, wie es mit diesem spannenden Thema weitergeht.

Warum Social Media – oder: Wann gehen Social Media wieder weg?

Eine gute Frage, die man oft hört: Geht das mit dem Web 2.0 und Social Media wieder weg? Wann verschwindet der Hype?
Und wann?

Gar nicht. Dagegen spricht, dass soziale Medien mittlerweile eine so große Bedeutung haben und von so vielen Menschen genutzt werden, dass Unternehmen sich nicht fragen sollten, ob sie Social Media im eigenen Marketingmix unterbringen sollen – sondern wie.

Mehr als tausend Worte spricht dieses Video.

http://youtu.be/iReY3W9ZkLU

Hallo Welt.

Hallo Welt.
Noch ein Autoblog? Ja.

In diesem Blog soll sich alles um Web 2.0, speziell um den Einsatz der sozialen Medien durch Automobilhersteller, Autohäuser und andere Kfz-Betriebe wie Werkstätten drehen.

Wie treten diese Gruppen mit ihren Kunden über Social Media in einen Dialog?

Was passiert im Bereich Apps rund um das Automobil? Und welche Rolle spielt das Internet im Autobusiness jetzt und in Zukunft?

Alle, die sich mit Autos, Internet und Social Media beschäftigen, sind herzlich gerne eingeladen, meine Artikel zu kommentieren und zu diskutieren!