Erwartungshaltung der Online-Kunden ist hoch – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an… Marcel Schultz

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Marcel Schultz Profilbild

Der zweite Teilnehmer meiner Blog-Artikelreihe ist Marcel Schultz. Nach einer Ausbildung als Automobilkaufmann schaut er sich die Branche nun “von außen” als freiberuflich tätiger Berater.

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Marcel Schultz, bin gebürtiger Hamburger und gelernter Automobilkaufmann. Nach meiner Ausbildung habe ich den Weg in den Fahrzeugvertrieb eingeschlagen und meine Zertifizierung bei Toyota gemacht. Danach war ich in verschiedenen Tätigkeiten, erst im reinen Fahrzeugvertrieb, dann immer weiter im Autohaus-Marketing. Aufbauend auf diese Erfahrungen absolvierte ich das Studium an der BFC in Northeim, welches mir das nötige Werkzeug für die zukünftigen Herausforderungen mit auf den Weg gegeben hat. Nach erfolgreichem Abschluss war ich bei einem großen Automobilzulieferer tätig, welcher mir die Engpässe der Kfz-Branche endgültig vor Augen geführt hat. Und von dem Moment an war mein Entschluss gefallen, im Kfz-Gewerbe als Freiberufler tätig zu werden.

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

In erster Linie dreht sich meine Arbeit um die Konzeption von Kampagnen und neuen Ideen um den Handel bei der Arbeit zu unterstützen. Aber auch das Verfassen von Artikeln, die Pflege der SocialMedia-Auftritte und SEO (Suchmaschinenoptimierung) wird ein immer größeres Aufgabenfeld. Hinzu kommen die vielen Werbemöglichkeiten im Netz. Sei es Facebook-Anzeigen oder auch Google AdWords.

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz? 

Ich habe damals zu viele Kanäle bespielt und nach kurzer Zeit gemerkt, dass der Aufwand zum Nutzen in keinem Verhältnis steht. Inzwischen nutze ich hauptsächlich XING, Twitter und Facebook. Die anderen Kanäle behalte ich zwar ebenfalls im Auge, konzentriere mich aber auf meine Kern-Netzwerke. Seit dem Start in meine Selbstständigkeit habe ich gemerkt, dass sich die Trennung zwischen “privat” und “geschäftlich” langsam aber sicher auflöst und man zur personifizierten Marke wird. Klar hat das Risiken, da eine private Meinung ganz schnell auch als geschäftliche Meinung gesehen wird. Aber die Chancen, die solch eine Personenmarke bietet, ist meiner Ansicht nach riesengroß. Letztendlich hat man das, wonach große Konzerne seit Jahrzehnten streben und ein Miliarden-Budget investieren: Persönlichkeit.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Ich glaube, dass die Erwartungshaltung unserer Kunden im Onlinebereich ziemlich hoch ist. Schließlich buchen wir als Konsument heutzutage unsere Flüge online, lesen unsere Bücher auf einem e-Book Reader, streamen unsere Lieblingsfilme und bestellen auch unser Abendessen im Netz. Wenn ich mir derzeit so manche Autohaus-Websites ansehe, frage ich mich allerdings wo man das neue Traumauto konfigurieren (und reservieren) kann und einen verbindlichen Werkstatt-Termin mit direkten Festpreisen erhält. Wenn es um Online geht ist unsere Branche oft noch zu “statisch”. Auch gibt es noch zu viele alte Zöpfe, von denen es sich endlich zu trennen gilt. Und auch was die Werbung anbelangt, ist noch viel Luft nach oben.

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?

Ganz sicher ist, dass wenn wir uns nicht intensiv um unsere Onlinepräsenz kümmern, sich irgendwann jemand anderes um unsere (Online)-Kunden kümmert. Und zwar jemand, der ursprünglich aus einer ganz anderen Branche kommt. In letzter Zeit häufen sich Aussagen von Spezialisten fremder Branchen, die die Entwicklung im Kfz-Gewerbe ganz genau beobachten. Und eventuell die Chancen erkennen und Maßnahmen ergreifen. Ich glaube, wir sollten uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Was wir in Zukunft brauchen ist der Wille zur Veränderung und viele gute, kreative Ideen.

Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing

Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit viele Tools für die unterschiedlichsten Bereiche getestet. Aber manchmal ist weniger einfach mehr. Und eines darf ein Tool auf gar keinen Fall: Mehrarbeit bereiten. Die sozialen Netzwerke pflege ich manuell, also mit den Bordmitteln des Betreibers, bzw. mit der Integration ins Betriebssystem.

Um Ideen zu notieren, zu sammeln und zu teilen nutze ich seit Jahren Evernote und bin nach wie vor begeistert von dieser App. Evernote gibt es für alle gängigen Betriebssysteme und ist in der Basisversion sogar kostenlos. Allerdings lohnt sich der Blick auf die Premium-Variante, da diese einige fantastische Funktionen mitbringt.

Dann ist auch die Dropbox seit langem ein treuer Begleiter in meinem Alltag. Dropbox nutze ich gemeinsam mit einigen Klienten, um Entwürfe auszutauschen. Dropbox ist in der Basis ebenfalls kostenlos, es gibt auch eine Variante für Unternehmen, womit man als Team gemeinsam auf Ordnerstrukturen zugreifen kann.

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Mein Rat ist sich erstmal einen Überblick über den Online-Marketing-Dschungel zu machen. Wenn man beispielsweise erwägt, mehr in SocialMedia zu investieren, sollte man sich die Frage stellen welche Netzwerke es eigentlich gibt und (ganz wichtig) wo sich meine Kunden aufhalten. Dies kann man relativ einfach in Kundengesprächen herausfinden. Jedes Netzwerk spricht eine gewisse Gruppe von Menschen an. Das eine Netzwerk hat eine sehr breite “Zielgruppe” (Facebook z.B.), andere hingegen sind eher spezifisch (MotorTalk z.B.).

Bevor man sich mit Vollgas hineinstürzt, sollte man sich die Frage stellen warum man das eigentlich vor hat und was man sich davon erhofft. Diese Ziele würde ich notieren und regelmäßig mit der Ist-Situation vergleichen und ggf. gegensteuern.

Hier noch einiges mehr aus einem Interview mit dem Blogger Patrick Möltgen: http://www.automobilkaufmann.info/2014/11/von-der-ausbildung-zum-selbststaendigen-berater-marcel-schultz-interview/
Und alle Links zu Marcels Online-Kanälen:

Die Welt braucht mehr Automotive-Blogger – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an… Sebastian Koch

 

Den Anfang in meiner Interview-Reihe zum automobilen Internet-Marketing macht zu meiner Freude ein Blogger. Sebastian Koch bloggt bereits seit einigen Jahren privat zu Skoda-Neuigkeiten. Er verbindet damit das Interesse an Autos und dem Internet in seinem Blog skodaportal.

Sebastian Koch

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Sebastian Koch, ich bin 31 Jahre und ich wohne mit meiner Familie in Siegen. Hauptberuflich mache ich Menschen glücklich, indem Sie bei mir einen neuen Skoda kaufen. Nebenbei blogge ich.

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

Seit über vier Jahren betreibe ich mit skoda-portal.de einen kleinen Blog rund um das Thema Skoda. Das Blog ist klar das Zentrum meiner Online Aktivitäten.

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?

Um die Artikel bekannt zu machen nutze ich Email-Marketing, eine Facebook Fanpage Skoda Portal, Twitter und eine Google+ Gruppe Skodaportal. Instagram ist gerade für den automobilen Bereich eigentlich eine ideale Plattform, die Kennzeichnungspflicht hat mir hier aber den Spaß komplett verdorben. Bei jedem Schnappschuss erst die Verbrauchswerte rauszusuchen ist Käse. Daher nutze ich die Plattform kaum noch. Privat bin ich auf Facebook unterwegs.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Ich sehe Blogs von Autohäusern, die von externen Journalisten gefüllt werden. Social Media Kanäle, auf denen nur die Angebote rausgehauen werden. Die neuen Medien werden mit alten Methoden bespielt, das kann nicht funktionieren. Die Bedeutung im Hinblick auf Kundenbetreuung und Vertrauensbildung durch eine richtige Positionierung werden noch komplett ignoriert.

Ein Beispiel zum Thema Vertrauen: Ich mache die Erfahrung, dass Menschen lange Wege auf sich nehmen, um bei mir ein Fahrzeug zu kaufen. Das ist großartig und macht mich auch ein wenig stolz. Das hat wenig damit zu tun, dass ich so ein dufter Typ oder großartiger Verkäufer bin. Es ist einzig und allein meine klare Positionierung, ich mache mich sichtbar und die Menschen sehen mich in diesem Moment als Experten. Ausserdem “kennen” Sie mich bereits über meine Texte. Die Menschen schenken mir schon vor dem ersten persönlichen Kontakt ihr Vertrauen. Und darum geht es doch beim Autokauf.

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?
Online Marketing muss persönlicher werden. Wenn ich ein hochwertiges Produkt oder Dienstleistung kaufe, dann habe ich das auch gemacht weil der Mensch mir sympathisch ist. Aber warum sollte ich deshalb das Autohaus-Blog lesen oder mich in den Social Media-Kanälen zuspammen lassen? Wenn ich dem Verkäufer, Serviceberater, Mechaniker oder Chef direkt folgen kann macht es wiederum Sinn. Ich wünsche mir, dass sich Online Marketing dorthin bewegt. Das bietet einen echten Mehrwert und eine wunderbare Möglichkeit der Kontaktpflege.
Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?
Vor allem nutze ich Google Alerts und Feedly für die News. Und Evernote als Ideensammlung.

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Wenn das Autohaus in dem du arbeitest keine Lust an Online Marketing hat, nutze die Chance! Mach deinen eigenen Blog. Positioniere dich als Experte in deinem Bereich. Fang an und bitte lieber um Entschuldigung als um Erlaubnis. Ich unterstütze dich gerne dabei, schick mir einfach eine Mail wenn du Starthilfe brauchst. Die Welt braucht mehr Automotive Blogger!

Ein schönes Plädoyer für mehr Auto-Blogging – und wichtig finde ich auch noch den Satz “Online-Marketing muss persönlicher werden”. Es geht also nicht nur um Kanäle und Maschinen – sondern nach wie vor sollte der Mensch im Mittelpunkt der Kommunikation sein.

Interessant und neu für mich war der Hinweis zum Thema Instagram und der Kennzeichnungspflicht der Fahrzeuge auf Bildern. Ein Aspekt, über den ich noch nicht so intensiv nachgedacht hatte.

Mehr zu Sebastian Koch findet ihr natürlich auf seinem Blog! Vielen Dank für die Antworten!

 

Interview-Reihe zum digitalen #automarketing

Digitales Automarketing

In der letzten Zeit bin ich kaum zum Bloggen gekommen. Ich habe aber viele Artikel, Beiträge und News rund um die Geschehnisse zum automobilen Online-Marketing verfolgt. Dies brachte mich auf die Idee, eine Blogartikel-Reihe zum digitalen Marketing in der deutschen Auto-Branche mit kurzen Interviews zu starten. Dazu sollen in den kommenden Wochen Praktiker, Beraterexperten und Blogger aus diesem Bereich zu Wort kommen.

Mein Ziel ist, das Thema automobiles Online-Marketing aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Verschiedenen Menschen und Spezialisten, die ich zum Teil schon persönlich kennenlernen durfte, habe ich dazu sieben Fragen gestellt und bin schon ganz gespannt auf das Feedback!

Die Ergebnisse werden in den nächsten Artikeln auf meinem Blog unter der Überschrift “7 Fragen zum digitalen #automarketing an…” veröffentlicht.

Um diese sieben Fragen geht es im einzelnen:

  • Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?
  • In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?
  • Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?
  • Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?
  • Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?
  • Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?
  • Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Die ersten Rückmeldungen habe ich bereits erhalten, mit teilweise ganz neuen Erkenntnissen. Los geht es in den kommenden Tagen mit dem ersten Interview…

Onlinevertrieb von Autos über die Händlerhomepage?

online einkauf internet auto

 

Seit einiger Zeit bietet der Mercedes- und Smart-Händler Beresa, der im Großraum Münster mehrere Autohaus-Standorte betreibt, die Möglichkeit, Gebrauchtwagen aus dem eigenen Angebot direkt online zu kaufen. (Mehr dazu hier)

Die Gebrauchten des Autohauses lassen sich auf der Unternehmenswebsite über eine Suchmaske nach Marken und anderen Kategorien eingrenzen. Soweit nichts neues. Das Besondere: Bei jedem angezeigten Fahrzeug wird rechts neben den Fotos und Angaben zum Auto der Button “Fahrzeug online kaufen” angezeigt. Ein Klick darauf führt auf ein Online-Bestellformular.

Der Wagen kann vom Kunden abgeholt werden, auf Wunsch liefert Beresa dem Online-Kunden das Fahrzeug aber auch direkt vor die Haustür, das ganze bundesweit. Die Vorteile des Junge Sterne Gebrauchtwagenprogrammes gelten laut Beresa auch für die im Netz gekauften Autos – GW-Garantie, Umtauschrecht und das entsprechende Qualitätssiegel.

Ohne die Angebote von Beresa bzw. Mercedes im Detail bewerten zu können: Ein interessanter und mutiger Ansatz eines Autohauses, in der Online-Vermarktung neue Wege zu gehen! Erste Verkäufe sollen auch bereits über diese Bestellmöglichkeit getätigt worden sein.

Ich stelle mir die Frage, ob die Kunden (und welche) wirklich bereit sind, auf den Button “Fahrzeug online kaufen” zu klicken und das Fahrzeug wie ein Buch bei Amazon direkt im Netz zu bestellen. Und welchen Nutzen hat ein Autohausbetrieb dadurch?

 

Ich sehe einige Vorteile für die Autohäuser und Autokunden:

  • Das Autohaus kann sich mit dem Start eines eigenen Online-Shops als innovatives Unternehmen in einer Vorreiterrolle darstellen. Dies schadet dem Image des Betriebes sicherlich nicht.
  • Durch die gesteigerte Aufmerksamkeit könnte das Angebot als Frequenzbringer für das Fahrzeuggeschäft dienen.
  • Der Dialog mit den Kunden kann zunehmen, da das Interesse bei den Kunden geweckt wird. Auch wenn der Interessent nicht direkt online bestellen will, nimmt er vielleicht Kontakt zum Autohaus auf, um sich weiter zu informieren.
  • Es schadet dem Autohausbetrieb vermutlich nicht, den Online-Direktvertrieb zunächst auszuprobieren und auszutesten, wie die Kundschaft darauf reagiert.
  • Ein bundesweites Angebot steigert natürlich auch das Kundenpotenzial.
  • Die Attraktivität des Angebotes steigt, wenn die Abwicklung für Interessenten leicht ist und mit Gebrauchtwagenprogrammen kombiniert ist, die dem potenziellen Käufer Sicherheit geben. Das Umtauschrecht spielt hier sicherlich auch eine wichtige Rolle.

 

Auf der anderen Seite stelle ich mir auch eine Reihe von Fragen, ob das direkt Online-Geschäft mit Autos (bereits jetzt schon) funktionieren kann:

  • Hat der Käufer genug Vertrauen in das Angebot und den Anbieter? Immerhin kauft man kein Buch oder eine CD, die Hemmschwelle könnte hier höher sein.
  • Gibt es genügend Interessenten, die ein Fahrzeug ohne physisches Erlebnis vor dem Kauf bzw. einer Probefahrt online bestellen? Untersuchungen wie die Cars Online Studie aus dem letzten Jahr zeigen, dass insbesondere deutsche Käufer Wert auf dieses Einkaufserlebnis legen.

 

Ich bin gespannt, wie sich das Angebot entwickeln wird und ob andere Autohäuser nachziehen werden!

 

Ebenso freue ich mich auf weitere Meinungen zum direkten Online-Verkauf von Fahrzeugen.
Wie steht Ihr dazu?

Rückblick erstes Barcamp Bonn 2015

barcamp bonn15 Grid

 

Auch wenn es nicht direkt mit dem Automobil zu tun hat und daher in meinem Blog etwas “off topic” ist, möchte ich an dieser Stelle kurz über das 1. Barcamp in Bonn berichten, das ich am Samstag besucht habe.

Anders als das Carcamp, zu dem ich im letzten Jahr etwas geschrieben habe, gab es beim Bonner Barcamp keinen speziellen Themenfokus wie z.B. automobile Themen. Daher war ich neugierig, was mich erwartete. Der Blick auf die Sessionplanung, die im Vorfeld auf der Website des Camps zu finden war, wies auf einen bunten Blumenstrauß an Session-Themen hin. Dieser Eindruck bestätigte sich bei der Vorstellungsrunde und der Präsentation möglicher Sessionthemen auf dem Barcamp am Samstagmorgen.

Die Sessions bewegten sich zwischen Vorschlägen zu Content-Marketing, Social Media-Tools, Open Source-Projekten, einem Fahrad-Podcast bis hin zum Angebot für eine Yoga-Stunde, Improvisationstheater und einer Session zum Thema Ausgehen in Bonn. Dadurch war für jeden etwas dabei – von lehrreich bis unterhaltsam, oder beides. Insgesamt wurden rund 30 Sessions angeboten, und soweit ich mitbekommen habe, fanden diese Sessions auch alle statt, natürlich mit unterschiedlichen Teilnehmerzahlen. Ein positiver Punkt, trotz teils etwas “schräger” Sessionvorschläge.

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Nach der Vorstellungsrunde und der Sessionplanung ging es auch schon los. Ich selbst habe zunächst eine Session besucht, in der auf kurzweilige Art gezeigt wurde, was man mit Hashtags bei Twitter alles falsch machen kann, aber auch welche guten Aktionen oder Kampagnen damit fahren kann.

Anschließend gab es einen Workshop mit einem Überblick bzw. einer kurzen Einführung zum Podcasting – Inhalte und Technik. Hans Dorsch betreibt einen Podcast rund um das Fahrad(fahren).

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Danach besuchte ich die Veranstaltung von mixxt.de mit Oliver Ueberholz, der im Schnelldurchlauf einen Überblick über 200+ Internet-Tools gab, die einem das tägliche Arbeiten erleichtern sollen.

In der nächsten Session gab es einen Vortrag mit dem Titel “Vier Phasen einer Content-Strategie” von Babak Zand, der sehr analytisch aber gut nachvollziehbar ein Strategiekonzept für Blogs oder Unternehmen vorstellte.

Am Nachmittag lauschte ich dem Erfahrungsbericht von Joas Kotsch, der vor einigen Jahren seine Werbeagentur mit rund 10 Mitarbeitern von einer Bürofirma ins Homeoffice geführt hat. Auf amüsante Art berichtete er, dass es seitdem produktiver geworden ist, mehr Zeit für sich und seine Familie hat und trotzdem weiterhin erfolgreich ist.

Die letzte Session drehte sich um Google Analytics. Gut vorgetragen, aber für mich inhaltlich etwas zu technisch.

Ich konnte natürlich nur einen Teil des Sessions besuchen, habe aber von weiteren guten Workshops oder Vorträgen gehört bzw. auf Twitter konnte man darüber lesen.

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Der Hashtag #bcbn15 war zeitweise auf Platz eins der deutschen Trend-Themen bei Twitter. Dort kann man unter diesem Schlagwort aller Tweets zum Barcamp abrufen.

Das Barcamp hat mich begeistert, die Organisation ließ keine Wünsche offen – Räumlichkeiten, Technik, Räume, Verpflegung, Networking und der Ablauf Sessions – alles war rundherum Klasse. Die Standing Ovations am Ende für das Orga-Team stehen für sich. Das schreit nach einer Wiederholung.

Danke auch an die Sponsoren (mehr dazu auf der Website des Barcamps). Hier finden sich auch noch weitere Blogbeiträge und Fotos.

(eigene Fotos)

Video-Marketing für Autohäuser mit youtube

 

autohaus video marketing youtube

 

Das Thema Video-Marketing im Autohaus oder in anderen Kfz-Betrieben lässt mich noch nicht ganz los, nachdem ich im vorigen Artikel bereits über die Vorzüge dieses Mediums geschrieben habe.

Warum? Im englischsprachigen (für Automotive-Interessierte sehr empfehlenswerten) Podcast “The Dealer Playbook” von Michael Cirillo und Robert Wiesman beschäftigt sich die aktuelle Folge der Podcast-Reihe genau damit. Als Interviewpartner eingeladen wurde James Wedmore, der sich professionell mit dem Einsatz von Videos im Autohausmarketing, insbesondere auf der Plattform Youtube, beschäftigt und dazu unter anderem Seminare anbietet.

Die Folge dreht sich darum, eine Video-Marketing-Strategie für das eigene Autohaus zu finden, die sich leicht umsetzen lässt und mit der schnelle Erfolge zu erzielen sind.

Was ist der große Vorteil, eigene Videos zum Autohaus zu erstellen und bei Youtube hochzuladen?

Youtube gehört bekanntermaßen zu Google und ist ganz nebenbei bemerkt die weltweit zweitgrößte Suchmaschine, die von Internetusern für die Suche genutzt wird. Bei Youtube aktiv zu sein bringt Vorteile im Ranking bei Google – und bietet sicherlich die Möglichkeit, das eigene Unternehmen von der Konkurrenz abzuheben.

ich habe mal den Test gemacht und zum Beispiel auf Youtube die Suchbegriffe “gebrauchtwagen toyota” eingegeben. Neben Filmen von mobile.de finden sich auch Testfahrten und Gebrauchtwagenpräsentationen von Autohäusern. Im angelsächsischen Raum (“used car toyota”) ist die Trefferzahl schon etwas höher.

Wie geht man strategisch vor?

James Wedmore schlägt für eine Video-Strategie einige grundlegende Schritte vor. Ich habe die Punkte kurz zusammengefasst – natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Zunächst definiert man als Autohausinhaber Suchbegriffe (ähnlich wie bei der Suchmaschinenoptimierung oder bei Adwords-Kampagnen), die zum Betrieb, den Produkten oder einer Verkaufsaktion passen. Sinnvoll ist es, einen Bezug zum Standort und/oder zur Automarke herzustellen. Beispiele: Ford Köln, Gebrauchtwagen Bielefeld etc. Hier muss jeder herausfinden, welche Keywords für das eigene Autohaus gut funktionieren.
  • Die Videos oder Spots sollten nicht zu lange sein, etwa zwischen 30 Sekunden und zwei Minuten. Inhalte gibt es sicher genug – Unternehmensdarstellung, Fahrzeugvorstellungen, Testfahrten usw. Einige Vorschläge dazu finden sich auch in meinem letzten Blogartikel.
  • Man muss nicht zwingend mit teurem Equipment oder mit externen Filmagenturen arbeiten. Oft reichen die Kameras moderner Smartphones aus. Auch dafür gibt es Stative. Für die Videobearbeitung gibt es zahlreiche auch kostenlose Software oder Apps.
  • Wenn die Videos erstellt sind, können Sie bei Youtube hochgeladen werden. Dies ist technisch nicht sehr kompliziert. Wedmore gibt noch einige Tipps, um das spätere Ranking des Videos zu verbessern. Aussagekräftige Titel und Beschreibung des Videos, die die vorher definierten Keywords enthalten, sind entscheidend dafür, wie gut das Video gerankt wird und für wie relevant es durch Google bewertet wird.
  • Genauso wichtig ist aber auch, dass man die Strategie langfristig verfolgt. Wedmore nennt dies “channel authority” – eine längerfristig angelegte Strategie mit eigenem Youtube-Kanal. Durch häufig gepostete Videos, viele Views und kluge Keyword “erkennt” Google mit der Zeit die Relevanz der Videos und rankt diese entsprechend höher.
  • Wie kann man eigene Videos noch bekannter machen und verbreiten? Am einfachsten durch Social Media Kanäle. Die Verbreitung über die Website, ein Blog, die Teilen-Funktion von Facebook oder das Twittern des Video-Links sorgen neben der Bekanntmachung auch wieder für ein besseres Ranking in der Suchmaschine.
  • Wedmore weis noch darauf hin, dass die Botschaft der Videos wichtiger ist als eine Oscar-reife Filmqualität.
  • In Youtube lässt sich auch nachträglich die Auffindbarkeit oder das Ranking der Videos optimieren. Mit den Suchbegriffen oder mit dem Titel lässt sich spielen, oft hilft es auch, den Film nochmals stärker in sozialen Netzen zu bewerben.

Zum Schluss nochmals der Link zur erwähnten Podcast-Folge: http://thedealerplaybook.com/getting-started-video-marketing-strategy-wjames-wedmore/

Kennt Ihr noch gute andere Beispiele für die Nutzung von Video-Kanälen durch Autohäuser?

Video-Marketing für Autohäuser?

Beim Carcamp in Mannheim im September kam bei einer Veranstaltung die Diskussion auf, welche Rolle Videos im Marketing eines Kfz-Betriebes spielen können. Mir schien, dass es bei den Vertretern der Autohäuser wie so oft Vorbehalte auch gegenüber diesem Medium als Marketing-Kanal gibt, nach dem Motto: “Das will unser Kunde doch nicht…” oder: “Das sollen wir auch noch machen?” Ein Grund dafür, mich näher damit zu beschäftigen.

Wird Video-Marketing von deutschen Kfz-Betrieben genutzt?

Ich verfolge viele Web- und Social Media-Aktivitäten von Autohäusern und Werkstattbetrieben im Netz. Gefühlt sage ich, dass selbst erstellte Videos von den wenigsten Betrieben im Marketing eingesetzt werden. Das Teilen von Werbespots der Autohersteller zähle ich nicht dazu. Auch wenn man bei Youtube nach Filmen von Autohäusern sucht, ist das Angebot nicht erschlagend. (Ich habe mich bei der Suche auf diese Plattform beschränkt)

Vorherrschend sind Image-Filme der Betriebe, aber wirklich kreative Videos sind Mangelware. Immerhin findet man bei größeren Autohaus-Gruppen schon Unternehmen mit eigenen Youtube-Kanälen mit mehr oder wenigen vielen Video-Beiträgen.

Eigentlich verwunderlich vor dem Hintergrund, wie oft täglich Youtube-Filme angeklickt werden und wie viele Informationen hier abgerufen werden können.

Welche Inhalte lassen sich in Videos packen?

Eine Vielzahl von Themen lassen sich in Videos unterbringen. Hier einige Anregungen dazu:

  • Imagefilme dienen der Darstellung des eigenen Betriebes. Das Unternehmen wird gezeigt, etwa als Rundgang durch alle Bereiche.
  • Filme zu Firmenevents, Standorteröffnungen, Festen, jahreszeitliche Aktionen, Motorsport- und Sponsoringaktivitäten, … Die Liste lässt sich beliebig verlängern.
  • Das Team vorstellen: Dies kann der sprichwörtliche “Blick über die Schulter” der Mitarbeiter sein. Warum sollte nicht mal ein Verkäufer, Serviceberater oder Mechaniker seinen Arbeitsplatz vorstellen?
  • Natürlich kann man neben des selbst erstellten Videos Filme der Hersteller teilen, z.B. Werbe-Spots, Kampagnen, Modellvorstellungen oder Testberichte zu Fahrzeugen aus anderen Quellen.
  • Ein wichtiger Punkt für potenzielle Arbeitnehmer ist die Darstellung als Arbeitgeber oder auch das konkrete Einstellen von Job-Angeboten mittels Film. Hier können O-Töne der Mitarbeiter und/oder Azubis zum Einsatz kommen.
  • Alles rund um den Autoservice: Hinweise auf Serviceaktionen, Tipps zur Autopflege, Erklärungsvideos zur Autotechnik usw.
  • Eine etwas höhere Kunst ist sicherlich das Erstellen eines Videos-Blogs oder von Video-Serien, in denen Storys zum Autohaus oder zu Fahrzeugen erzählt werden. Ein gutes Beispiel dazu habe ich beim Autohaus Heidereich gefunden.

Natürlich ist auch das Ziel beim Einsatz von Videos, Autos zu verkaufen.

  • Dazu gehört das Vorführen von (neuen) Fahrzeugmodellen von innen und außen oder auch z.B. das Filmen einer Testfahrt. Ein charmantes und gutes Beispiel, in dem neben neuen Fahrzeugen auch der Charakter des Betriebes gut rüberkommt, habe ich hier gefunden:

Manchmal lohnt sich auch mal ein Blick ins Ausland, in diesem Fall in die USA. Unter den Stichworten “Ken Beam” und  “used cars” lassen sich auf Youtube zahlreiche Videos mit der Präsentation von speziellen Gebrauchtwagen eines amerikanischen Händlers abrufen. Vielleicht etwas ungewohnt für deutsche Zuschauer und Kunden aber hier geht man an das Thema Video-Marketing viel offensiver an als bei uns.

 

 

Einige Vorteile des Video-Marketings

Warum sollte man sich denn nun mit Video-Marketing auseinandersetzen?

  • Videos sind authentisch und geben den Charakter eines Unternehmens gut wider. Der regionale Bezug zum Autohaus oder zur Werkstatt lässt sich gut darstellen.
  • Sie lassen das Unternehmen lebendig werden und bieten Abwechslung zu den sonst üblichen Texten und Bildern auf Websites, Blogs und Social Media-Kanälen.
  • Fahrzeugpräsentationen bleiben viel stärken in den Köpfen der Nutzer hängen.
  • Man muss nicht zwangsläufig eine professionelle Agentur zu Hilfe nehmen. Einfache Filme lassen sich leicht selbst schon mit  Smartphones erstellen, die eine gute Kamera an Bord haben. Das Einstellen der Videos ist kostenlos.
  • Oft ist die Bereitschaft und die Neugierde der Nutzer und potenziellen Kunden höher, sich kurze Videos anzuschauen als Texte zu lesen.
  • Die Aufmerksamkeit kann gesteigert werden.
  • Bestimmte Zielgruppen sind über Videos gut (oder nur noch) zu erreichen.
  • Filme lassen sich über Link- oder Einbettungsfunktionen leicht auf die eigene Firmen-Website  und in Social Media Kanälen einbauen und verwenden.
  • Zu guter Letzt spielen Videos – insbesondere bei Youtube – eine wichtige Rolle beim Suchmaschinenranking von Unternehmen.

Das Hochladen von eigenen Videos auf Plattformen wie Youtube sollte kein Problem darstellen. Um das ganze professioneller wirken zu lassen und die Auffindbarkeit zu erleichtern, bietet sich das Einrichten einen eigenen Kanals bei Youtube an. Beipiele hierfür: Autohaus Heidenreich, Dürkop-Gruppe.

Inspirationen kann man sich einfach über die Suchfunktion der Video-Portale holen.

Weitere Anregungen zum Nachlesen und zur Erstellung von Videos gibt es beispielsweise an dieser Stelle:

http://karrierebibel.de/video-guide-tipps-und-grundlagen-fur-den-einstieg/

http://karrierebibel.de/corporate-video-definition-tools-trends/

Kennt Ihr noch andere gute Beipiele aus dem Kfz-Bereich? Oder noch weitere Anwendungsbereiche und Themen, die ich nicht aufgeführt habe? Bin gespannt auf Beitäge oder Kommentare zu diesem Artikel!

Quelle der Filme: youtube.com

Drittes ZDK-Carcamp in Mannheim – mein kurzer Rückblick

Carcamp Mannheim 2014 Social Media

 

Carcamp 2014 in Mannheim

Am 26.9.2014 trafen sich bereits zum dritten Mal Interessierte, Laien und Profis aus der Kfz-Branche, um über Social Media und Online-Marketing im Automotive-Umfeld zu sprechen und zu diskutieren.

Ich war zum zweiten Mal auf der Veranstaltung des ZDK. Das Carcamp wurde auch diesmal wieder in der Form eines Barcamps durchgeführt. Die Themen der einzelnen Sessions werden erst am Tag der Veranstaltung morgens von der Gruppe festgelegt. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu einem Thema einen Vortrag, einen Workshop oder einfach eine Diskussionsrunde vorzustellen und selbst zu gestalten.

Die Sessions werden anschließend an einem Grid übersichtlich zusammengestellt.  Mehr zum Format lässt sich in meiner Zusammenfassung des zweiten Carcamps aus dem letzten Jahr nachlesen.

Es war wieder eine gelungenes Carcamp. Meinungen der Teilnehmer dazu und unterschiedliche Artikel aus der Fachpresse bzw. von Bloggern finden sich auf der Website des Carcamps.

Auch ich hatte wie im letzten Jahr wieder das Gefühl, dass der Tag viel zu schnell vorbei war. Einige Sessions laufen zeitlich parallel, daher konnte man selbst nicht jeden Workshop oder Vortrag besuchen, aber durch den Austausch in den Pausen beim Kaffee oder Mittagessen ergibt sich immer die Möglichkeit, sich über verpasste Sessions zu informieren. Einige Beiträge oder Charts der Sessiongeber lassen sich über die Carcamp-Seite abrufen. Schön war, viele bekannte Gesichter aus dem Vorjahr und Blogger aus der Branche wiederzusehen.

Ich selbst habe Sessions zu Facebook-Werbeanzeigen, Bewertungsportalen im Internet sowie SEO-Einsatz für Autohäuser und Servicebetriebe besucht. Nach dem Mittagessen hatte ich die Gelegenheit, die Ergebnisse der von mir gemeinsam mit Claudia Weiler bzw. dem ZDK durchgeführten Online-Befragung “Online-Marketing in Kfz-Betrieben” einem größeren Publikum vorstellen zu dürfen. (Weitere Gedankenen zu diesem Thema in einem späteren Beitrag)

Man darf dem Veranstalter sowie den Sponsoren Bosch, Basta Media und BDK zu einem tollen, gut organisierten Carcamp gratulieren!

Neu war in diesem Jahr die Zusammenfassung der Sessions in Form von Thesenkarten, auf denen die Teilnehmer einer Session ihre Eindrücke und Erkenntnisse aufschreiben konnten. Diese wurden am Schluss des Tages in einer Feedbackrunde zusammengefasst.

Was blieb als Fazit übrig?

Schade war, dass beim diesjährigen Carcamp erneut (relativ) wenige Vertreter von Autohäusern und Werkstatt-Betrieben den Weg nach Mannheim gefunden haben – wenn auch mit steigender Tendenz. Ebenso haben sich die grundsätzlichen Headlines aus meiner Sicht nicht wirklich weiter entwickelt. Oft fehlt wichtiges Basis-Wissen zu Online-Marketing und Social Media. Auf der anderen Seite sollte man dies nicht zu pessimistisch sehen: Das Carcamp soll ja gerade unterschiedliche Zielgruppen von Internet-Laien bis Online-Experten ansprechen – und das hat es auch getan!

Also – ich bin 2015 wieder dabei… Ihr auch?

Carcamp 2014

Selbstcheck für Autohäuser und Werkstätten zu Online-Marketing und Social Media

social media kfz-betrieb

Wie stehen Kfz-Betriebe zu Online-Marketing und sozialen Netzwerken im Internet?

Die Online-Welt durchdringt spürbar auch die Kfz-Branche in Deutschland. Das Such- und Kaufverhalten der Autokunden verlagert sich  immer stärker auf Online-Kanäle. Vorangetrieben wird dieser Trend durch die massenhafte Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets.

Doch welche Rolle spielen derzeit Maßnahmen im Online-Marketing, die eigene Unternehmenswebsite und die Nutzung von Social Media-Kanälen in den deutschen Kfz-Betrieben?

Selbstcheck im Internet

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben Claudia Weiler vom  Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, ZDK und ich im Namen der Unternehmensberatung BBE Automotive einen Online-Selbstcheck für Autohäuser und Werkstatt-Betriebe entwickelt. Der Online-Fragebogen zu den den Themenblöcken Online-Marketing, Website und Social Media ist über die Startseite des ZDK abrufbar (www.kfzgewerbe.de).

Die Betriebe erhalten mit der Teilnahme die Möglichkeit, sich selbst im Vergleich zu Unternehmen der gleichen Kategorie zu den genannten Themen einzuschätzen. Am Ende der Befragung gibt es die Möglichkeit, eine kostenfreie individuelle Auswertung anzufordern.

Alle Antworten fließen am Ende des Befragungszeitraumes (12.9.) anonymisiert in eine Gesamtstudie ein. Diese Ergebnisse werden auf dem 3. Mannheimer Carcamp des ZDK am 26.9.2014 vorgestellt und diskutiert. Zum Carcamp verweise ich auf einen älteren Blogbeitrag von mir.

Wir freuen uns, wenn möglichst viele Unternehmen an der Befragung teilnehmen und die Möglichkeit der Selbsteinschätzung für sich nutzen!

 

 

Blogparade – Was möchte der Autokäufer der Zukunft ?

autokäufer

Meine erste Blogparade

Nach längerer Zeit komme ich wieder mal dazu, einen Blogartikel zu verfassen. Da ich etwas Schwung in die Sache bringen möchte, kam mir die Idee eine Blogparade zu starten. Dies ist meine allererste Blogparade, ich hoffe daher alles richtig zu machen 😉

Welches Thema?

Ein Thema, das mich in der letzten Zeit immer wieder beschäftigt hat und zu dem es aktuell in den Fachmedien einiges zu lesen gibt, ist, wie der Automobilkäufer der Zukunft aussieht bzw. welche Bedürfnisse er hat.

Die spannendsten Ergebnisse dazu zeigt derzeit aus meiner Sicht die vor einigen Tagen veröffentlichte Studie “Cars Online 2014” von Capgemini (mehr dazu hier).

Woanders wird bereits vom Autokäufer 3.0 geprochen. Ist dies schon übertrieben?

In der Untersuchung von Capgemini wird von einer “Generation Connected” gesprochen:

  • Der Kaufprozess von Fahrzeugen und das Suchverhalten der Kunden wird immer digitaler.
  • Soziale Medien beeinflussen das Kaufverhalten – man traut eher der Meinung anderer Konsumenten als Werbeversprechen.
  • Das Interesse, den ganzen Kaufprozess im Internet abzuwickeln, keimt bei den Kunden langsam auf.  Trotzdem ist das Erlebnis einer Probefahrt und das Ausprobieren eines Autos noch sehr entscheidend für den Autokäufer.
  • Der Wunsch nach Mobilität ist bei einigen Gruppen der Untersuchung größer als der Besitz eines Autos. Insgesamt explodiert z.B. das Interesse an Carsharing allerdings auch nicht.
  • Beim Thema Connected Cars interessieren sich die Konsumenten in erster Linie für Sicherheitsfeatures und Serviceleistungen, die durch die Vernetzung möglich gemacht werden.
  • Die Käufer möchten den Dialog mit den Herstellern und Handelsbetrieben, aber alles individualisiert und keine Ansprache “von der Stange”.

Interessant ist bei den Ergebnissen, dass es in Wachstumsmärkten wie China oder Brasilien ein viel größeres Interesse an einem überwiegend digitalen Kaufprozess gibt. 61% der Befragten in China würden ein Auto online kaufen. In Deutschland ist der Wunsch nach mehr Digitalität oder Social Media noch nicht so stark ausgeprägt. Liegt dies an unserer Mentalität, wollen die Käufer dies noch nicht oder liegt es am Einfluss der Hersteller und des Handels?

Wie kann man teilnehmen?

Mich würde die Meinung von anderen Bloggern und Experten sehr interessieren. Dazu lade ich alle zu meiner ersten Blogparade ein:

  • Thema natürlich: Was möchte der Autokäufer der Zukunft ?
  • Start: heute 19.5.2014, Ende am 13.7.2014
  • Diese Blogparade soll in jedem Eurer eigenen Beiträge oder in Kommentaren verlinkt werden.
  • Die Liste der Beiträge werde ich in diesem Post laufend aktualisieren.
  • Ich werde eure Artikel sammeln und nach Ende der Blogparade in einem weiteren Beitrag zusammenfassen.

Ich bin gespannt auf weitere Meinungen! Ich behalte mir nur vor, Beiträge die nicht zum Thema passen, außen vor zu lassen.

UPDATE 22.5.2014
Beitrag von Patrick: http://www.automobilkaufmann.info/2014/05/was-moechte-der-autokaeufer-der-zukunft/

 UPDATE 1.7.2014
Beitrag von der Auto-Diva Nicole Y. Männl: http://auto-diva.de/2014/das-auto-von-morgen-wuensche-der-autokaeufer/