Die Welt braucht mehr Automotive-Blogger – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an… Sebastian Koch

 

Den Anfang in meiner Interview-Reihe zum automobilen Internet-Marketing macht zu meiner Freude ein Blogger. Sebastian Koch bloggt bereits seit einigen Jahren privat zu Skoda-Neuigkeiten. Er verbindet damit das Interesse an Autos und dem Internet in seinem Blog skodaportal.

Sebastian Koch

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Sebastian Koch, ich bin 31 Jahre und ich wohne mit meiner Familie in Siegen. Hauptberuflich mache ich Menschen glücklich, indem Sie bei mir einen neuen Skoda kaufen. Nebenbei blogge ich.

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

Seit über vier Jahren betreibe ich mit skoda-portal.de einen kleinen Blog rund um das Thema Skoda. Das Blog ist klar das Zentrum meiner Online Aktivitäten.

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?

Um die Artikel bekannt zu machen nutze ich Email-Marketing, eine Facebook Fanpage Skoda Portal, Twitter und eine Google+ Gruppe Skodaportal. Instagram ist gerade für den automobilen Bereich eigentlich eine ideale Plattform, die Kennzeichnungspflicht hat mir hier aber den Spaß komplett verdorben. Bei jedem Schnappschuss erst die Verbrauchswerte rauszusuchen ist Käse. Daher nutze ich die Plattform kaum noch. Privat bin ich auf Facebook unterwegs.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Ich sehe Blogs von Autohäusern, die von externen Journalisten gefüllt werden. Social Media Kanäle, auf denen nur die Angebote rausgehauen werden. Die neuen Medien werden mit alten Methoden bespielt, das kann nicht funktionieren. Die Bedeutung im Hinblick auf Kundenbetreuung und Vertrauensbildung durch eine richtige Positionierung werden noch komplett ignoriert.

Ein Beispiel zum Thema Vertrauen: Ich mache die Erfahrung, dass Menschen lange Wege auf sich nehmen, um bei mir ein Fahrzeug zu kaufen. Das ist großartig und macht mich auch ein wenig stolz. Das hat wenig damit zu tun, dass ich so ein dufter Typ oder großartiger Verkäufer bin. Es ist einzig und allein meine klare Positionierung, ich mache mich sichtbar und die Menschen sehen mich in diesem Moment als Experten. Ausserdem „kennen“ Sie mich bereits über meine Texte. Die Menschen schenken mir schon vor dem ersten persönlichen Kontakt ihr Vertrauen. Und darum geht es doch beim Autokauf.

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?
Online Marketing muss persönlicher werden. Wenn ich ein hochwertiges Produkt oder Dienstleistung kaufe, dann habe ich das auch gemacht weil der Mensch mir sympathisch ist. Aber warum sollte ich deshalb das Autohaus-Blog lesen oder mich in den Social Media-Kanälen zuspammen lassen? Wenn ich dem Verkäufer, Serviceberater, Mechaniker oder Chef direkt folgen kann macht es wiederum Sinn. Ich wünsche mir, dass sich Online Marketing dorthin bewegt. Das bietet einen echten Mehrwert und eine wunderbare Möglichkeit der Kontaktpflege.
Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?
Vor allem nutze ich Google Alerts und Feedly für die News. Und Evernote als Ideensammlung.

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Wenn das Autohaus in dem du arbeitest keine Lust an Online Marketing hat, nutze die Chance! Mach deinen eigenen Blog. Positioniere dich als Experte in deinem Bereich. Fang an und bitte lieber um Entschuldigung als um Erlaubnis. Ich unterstütze dich gerne dabei, schick mir einfach eine Mail wenn du Starthilfe brauchst. Die Welt braucht mehr Automotive Blogger!

Ein schönes Plädoyer für mehr Auto-Blogging – und wichtig finde ich auch noch den Satz „Online-Marketing muss persönlicher werden“. Es geht also nicht nur um Kanäle und Maschinen – sondern nach wie vor sollte der Mensch im Mittelpunkt der Kommunikation sein.

Interessant und neu für mich war der Hinweis zum Thema Instagram und der Kennzeichnungspflicht der Fahrzeuge auf Bildern. Ein Aspekt, über den ich noch nicht so intensiv nachgedacht hatte.

Mehr zu Sebastian Koch findet ihr natürlich auf seinem Blog! Vielen Dank für die Antworten!

 

Eine Antwort auf „Die Welt braucht mehr Automotive-Blogger – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an… Sebastian Koch“

  1. Hallo Sebastian,

    schöner Beitrag, das sehe ich genauso wie Du und Stephan „Das Online Marketing muss persönlicher werden“ klar kann man sich externe Hilfe holen für die Einrichtung der Kanäle, das macht eventuell Sinn wenn man sich wenig bis gar nicht auskennt oder der externe nur ein 1/3 der Zeit und vielleicht auch nur ein 1/3 der Kosten dafür benötigt als man selbst kostet. Aber für die Bespielung der Kanäle mit Content sollte man sich einen aus den eigenen Reihen ranholen denn die Gefahr besteht das man durch dritte nicht mehr ganz authentisch bleibt und das schadet der Vertrauensbildung.
    Die Unternehmen müssen sich bei Social Media nicht nur die Frage stellen
    -Was mache ich ? und
    -Wie mache ich es ?
    sondern vielmehr ist die Kernfrage -Warum mache ich es und darauf ist die einzige Antwort : Um mit den Kunden in Kontakt zu kommen.

    Euch eine schöne Zeit und dann bis demnächst
    Gruß Axel

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