Quo vadis Automobilhandel 2014?

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Wohin geht 2014 die Reise?

Zum Jahresende geben viele Beteiligte der Automobilbranche wieder ihre Jahresprognosen für 2014 ab. Werden die Neuzulassungszahlen für Neuwagen nun über dem Niveau von 2013 liegen? Die Experten rechnen mit einem Anziehen der Zulassungszahlen.

Viel wichtiger als die Prognosen, ob die Neuzulassungszahl knapp oder wieder deutlicher über drei Millionen Fahrzeugen liegen wird, erscheint mir die Frage, wie sich der Markt 2014 weiter entwickeln wird. Welche Geschäftsmodelle sind für die Hersteller und vor allem für die Händler erfolgversprechend? Wer verdient auf welche Weise im Jahr 2014 Geld mit neuen Fahrzeugen?

Der Wettbewerb wird auf diesem Markt sicher nicht einfacher für den klassischen Automobilhandel werden. Die Autohersteller – siehe als Beispiele Daimler und BMW – rücken mit eigenen Online-Vertriebskanälen in den Vordergrund. Auch wenn sie noch „in den Kinderschuhen stecken“, sind diese Portale doch eine deutliches Statement der Hersteller.

Der Marktdruck steigt

Aber für den meisten Druck sorgen externe Marktplayer, also Neuwagenbörsen wie meinauto.de, mobile.de und neuerdings auch Sixt, die Fahrzeuge mit hohen Rabatten anbieten. Der ZDK spricht hier von einer „Wettbewerbsverzerrung“. So tickt aber zur Zeit nun mal der Markt. Die große Frage ist: Wie reagieren die Marken und die Händler auf diese Entwicklung? Eine Vogel-Strauß-Politik – Kopf in den Sand stecken – ist bestimmt nicht die richtige Lösung. Viel Zeit für eine Lösung bleibt allerdings nicht, da die Neuwagenbörsen im Internet den Handel sonst schnell hinter sich lassen könnten.

Man kann gespannt sein, welche Lösungen die Hersteller und der klassische Handel finden werden. Ein gemeinsamer Weg der Hersteller und Händler beim Thema Internet-Verkauf scheint sinnvoll. Im kommenden Jahr wird sich sicherlich folgendes zeigen:

  • Gelingt der Hersteller mit dem Handel die Schaffung von gemeinsamen Internet-Plattformen?
  • werden Händler zukünftig eher als Vermittler auftreten, d.h. das Neuwagengeschäft wird im Internet abgeschlossen und der Handel übernimmt Auslieferung, Service und Sicherstellung der Mobilität?
  • Schaffen es die Händler, im Online-Marketing stärker zu werden?
  • Kann jeder Händler für sich und seine Marke(n) ein erfolgreiches und ertragsreiches Geschäftsmodell entwickeln?

Man kann nur hoffen, dass die derzeit vorherrschende – verständliche – Unsicherheit bezüglich der aktuellen Marktsituation und die allgemeine Lethargie in der nahen Zukunft in aktive Händlerschaften umschwenkt, die sich ernsthaft mit dem Online-Vertrieb von Neuwagen auseinandersetzen.

Wie sind die Meinungen dazu?