Social Media Strategie im Autohaus – „jetzt geht die „POST“ ab“: Teil 1 – Zielgruppen

Social Media Strategie

Strategieansatz für Social Media im Autohaus

Da in letzter Zeit viel darüber geredet und geschrieben wird, dass sich Autohäuser und andere Kfz-Unternehmen wie Werkstätten oder Reifenhändler mit dem Einsatz von Social Media im Marketing vielfach noch schwer tun oder diese Medien noch gar nicht beachten, möchte ich aus Sicht eines Beraters einige Tipps geben, wie man systematisch an diese Sache rangehen kann.

Ich gebe zu, mir ging es am Anfang auch so: Ich habe für unsere Firma eine Facebook-Seite aufgemacht, ewig am Titelbild gebastelt und dann mal geschaut, was passiert. Nicht viel.

Vermutlich gehen auch viele Autohäuser und andere Kfz-Betriebe hinsichtlich Social Media so vor. Erst nachdem ich mich intensiver mit der Materie beschäftigt habe, ist mir aufgegangen, dass ein strategisches Vorgehen beim Einsatz sozialer Medien sinnvoll ist.

Ein (theoretischer) Ansatz, der in Fachbüchern oft als einer der ersten Strategieansätze für Social Media angeführt wird, ist die POST-Methode von Charlene Li und Josh Bernoff.

Die Buchstaben POST stehen dabei für:

  • P = people, damit ist die Zielgruppe gemeint, die mit Social Media-Aktivitäten angesprochen werden soll;
  • O = objectives, Ziele;
  • S = strategy, also der konkrete Plan für die Umsetzung, sowie
  • T = technology, womit die dann tatsächlich eingesetzten Social Media-Kanäle wie Facebook und Co. gemeint sind.

Das interessante bei dem Konzept ist aus meiner Sicht, dass man sich zunächst grundsätzlich Gedanken zur strategischen Ausrichtung macht und sich erst im letzten Schritt mit der Technik beschäftigt.

In einer leicht abgewandelten und vor allem praxisorientierten Form empfehle ich dieses Konzept Kfz-Betrieben, die eine längerfristigen Einsatz von Social Media im eigenen Marketing planen. Aber auch Betriebe, die schon in sozialen Netzen mehr oder weniger professionell aktiv sind, sollten einen Blick auf diesen Ansatz werfen und eventuell ihr Konzept überarbeiten oder optimieren.

In einer kleinen Serie möchte ich nacheinander die vier Bestandteile des POST-Ansatzes näher unter die Lupe nehmen und kurze Anregungen für die Umsetzung in einem Autohaus geben.

Zielgruppe

P=people (Zielgruppen)

Wen sprechen wir an? Im ersten Teil des Konzeptes definiert man die Zielgruppe(n), die man über Social Media-Kanäle erreichen möchte.

Im Autohaus steht die Gruppe der Endkunden, die Kunden im Vertrieb und in der Werkstatt sicherlich an erster Stelle bei der Betrachtung der Zielgruppen an erster Stelle. Diese halten sich in der Regel in sozialen Netzwerken, aber auch in Automobilforen und seit nicht allzu langer Zeit in Bewertungsportalen auf.

Aber auch Gruppen wie gewerbliche Kunden, Flottenkunden und weitere Geschäftspartner sind eine nicht zu unterschätzende Gruppe, die über soziale Medien angesprochen werden können. Machen Sie sich eine Liste mit den Gruppen, die für Ihren Betrieb eine Rolle spielen und machen Sie sich Gedanken darüber, auf welchen Social Media Kanälen diese Menschen „unterwegs sind“.

Oft vergessen wird eine weitere Zielgruppe: die eigenen Mitarbeiter und potentielle neue Mitarbeiter bzw. Bewerber. Auch diese sind Teil einer Gesamtstrategie. Insbesondere mögliche neue Mitabeiter machen sich (auch) über die Social Media-Aktivitäten ein erstes Bild vom Unternehmen.

Im nächsten Beitrag gehe ich auf den zweiten Bestandteil der POST-Methode ein, die Ziele (objectives).

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