Digitale Transformation in der Automobilbranche – ein Fitness-Check der Marktplayer

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Wie sind die Autohersteller, Autohändler und andere Marktteilnehmer bei der Digitalisierung der Automobilbranche aufgestellt?

Wie verläuft die digitale Transformation in der Branche? Wer wird das Rennen um die Online-Kunden machen?

Diese Fragen sind momentan stark in Bewegung und äußerst spannend zu beobachten. Deshalb möchte ich in diesem Blogbeitrag den Stand der Dinge aufzeigen und an dieser Stelle alles zu diesem Thema sammeln.

Was ist genau mit digitaler Transformation gemeint?

Laut Wikipedia-Eintrag bezeichnet die Digitale Transformation

„einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft und insbesondere Unternehmen betrifft. Basis der digitalen Transformation sind digitale Technologien, die in einer immer schneller werdenden Folge entwickelt werden und somit den Weg für wieder neue digitale Technologien ebnen.“

Die Zauberworte sind hier also digitale Technologien, Menschen und Unternehmen. Diese sind einem Veränderungsprozess unterworfen. Schaut man sich andere Branchen an, ist dieser Prozess schon in vollem Gange. Amazon hat die Handelslandschaft verändert und bringt immer mehr Menschen dazu, im Netz zu bestellen. Anbieter wie Airbnb  ändern die Hotellandschaft, ohne eigene Zimmer anzubieten, und Uber „ärgert“ die Taxi-Branche, ohne über eine eigene Fahrzeugflotte zu verfügen.

Wo steht die digitale Transformation in der Automobilbranche?

Die Digitalisierung ganzer Branchen kann sich über einen kurzen oder längeren Zeitraum erstrecken. Sicherlich befindet sich die Autobranche derzeit in einer Übergangsphase. Es herrscht noch große Uneinigkeit, ob in der digitalen Welt die Chancen oder Bedrohungen für die Marktteilnehmer überwiegen. Die Autohersteller, Händler und branchenfremde Marktteilnehmer stellen sich mit unterschiedlichen Strategien und mit unterschiedlichem Tempo für die digitale Zukunft auf. Die Frage ist sicherlich nicht mehr, ob man hier mitspielt, sondern wer am schnellsten mitspielt.

Bei den Autoherstellern sind in den letzten Jahren verschiedene Vorstöße z.B. in den Online-Vertrieb von Neuwagen zu sehen. Daimler scheint hier eine Revolution anstoßen zu wollen, wenn man sich die jüngsten Pressemeldungen dazu anschaut. Auch die Autohäuser machen Schritte in Richtung Digitalisierung. Daneben gibt es auch andere Anbieter von außen, die in dieses Geschäft mit einsteigen wollen – Google, Apple, Amazon und externe Anbieter von Online-Portalen für den Vertrieb von Neuwagen und Gebrauchtwagen. Diese fasse ich zu einer Gruppe zusammen.

Hauptreiber in diesen Prozessen sind die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sich in den letzten Jahren grundlegend geändert hat (Stichwort „costumer journey“, die ein Voraussagen des Kundenverhaltens immer schwieriger gestaltet), daneben die schnellen technologischen Veränderungen durch (mobile) Geräte wie Smartphones und Tablets.

Man sollte dabei daran denken, dass es bei den Kunden landes- oder kulturtypische Unterschiede gibt. Etwa bei der Bereitschaft, ein Auto direkt im Internet zu kaufen – hier ist ein Kunde z.B. in China eher zu bereit als ein deutscher Käufer, wie unterschiedliche Studien zeigen.

Wohin geht die Reise der Marktplayer in der Automobilbranche?

Ich wollte mir genauer anschauen, wie gut die Marktplayer Hersteller, Handel und branchenfremde Anbieter in Richtung digitale Transformation derzeit aufgestellt sind. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit – das Thema kann man unendlich weit vertiefen – versuche ich mich daher an einem „Fitness-Check“ für die Marktteilnehmer. In Anlehnung an eine SWOT-Analyse (keine Angst, das war der letzte wissenschaftliche Begriff) habe ich gesammelt, welche Stärken und Schwächen die Hersteller, Händler und andere Anbieter in Punkto Digitalisierung derzeit haben. Noch spannender finde ich aber welche Chancen und Risiken die digitale Transformation bieten bzw. darstellen.

Ich sehe diesen Beitrag als Möglichkeit, weitere Punkte zum Thema zu sammeln und nehme Ergänzungen und Kommentare natürlich gerne mit auf!

Doch jetzt genauer zu den einzelnen Marktspielern:

Die Automobilhersteller

Stärken

  • Die Hersteller verfügen über leistungsfähige IT-Strukturen (z.B. über Fahrzeug-Konfiguratoren), die ein Abbilden des Online-Kaufprozesses in seinen verschiedenen Stufen ermöglichen.
  • Hinter den Herstellern steht in der Regel eine größere „Marketing-Maschine“, die das Promoten digitaler Kanäle forciert.

Schwächen

  • Ein Hindernis stellt die oftmals festzustellende Schwerfälligkeit von Konzernen dar, Innovationen nach vorne zu bringen oder Entscheidungen in Richtung Digitalisierung zu treffen. Sicher gibt es hier große Unterscheide bei den Automobilherstellern beim Tempo der Umsetzung.
  • Oft hängt dieses Tempo auch von den Köpfen ab, die sich bei den Herstellern für digitale Themen verantwortlich zeichnen. Ist der Entscheider innovationsfreundlich oder eher konservativ eingestellt?

Chancen

  • Vielleicht ist das Internet der zukunftsfähigste Vertriebskanal für die Hersteller. Dies hängt auch entscheidend davon ab, welche Rolle das jeweilige Händlernetz und ie Händlerbetriebe künftig haben sollen.
  • Durch die digitalen Kanäle wird eine stärkere Bindung der Kunden an die Automarke erreicht.
  • Die Bereitschaft der Kunden zum Direktkauf im Netz steigt kontinuierlich, auch wenn es wie weiter oben angedeutet Unterschiede in den verschiedenen Ländern gibt.

Risiken

  • Unklar ist derzeit, wie viele Kunden Neuwagen im Netz kaufen wollen und wie weit der Kunde in diesem Punkt ist. Derzeit wird das Online-Angebot noch von zahlenmäßig wenigen Kunden genutzt.
  • Der Autokauf in Deutschland ist immer noch stark emotional besetzt. Auch wenn sich immer mehr Menschen einen Direktkauf von Autos im Netz vorstellen können, spielt das Erleben eines Fahrzeuges beim Händler noch eine große Rolle.
  • Der Umgang mit Händlerbetrieben wird sich wandeln, Umstrukturierungen von Händlernetzen werden notwendig.
  • Was ist mit Kunden aus der „alten“ Welt, die es ja immer noch in großer Zahl geben wird und die nicht sehr online-affin sind? Was passiert mit dem Thema Inzahlungnahmen von Kundenwagen? Lassen sich Rabattverhandlungen online abbilden?
  • Noch ein wichtiger Gesichtspunkt: Die Hersteller könne von schneller agierenden Marktplayern überholt werden. Das Tempo wird zum entscheidenden Faktor.

 

Der Automobilhandel

Stärken

  • Auch wenn dies noch längst nicht alle Autohäuser ausreichend nutzen, haben die Betriebe den Vorteil des regionalen Bezuges und des persönlichen Kontaktes zum Kunden vor Ort.  Diese Vorteile sind auch im Online-Bereich nutzbar, die Möglichkeiten müssen nur genutzt werden. Gute Beispiele von Autohändlern stimmen positiv.
  • Händler, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, punkten mit SEO- und für Mobilgeräte optimierten Websites, Darstellung des Fahrzeugbestandes auf der eigenen Seite und der Nutzung weiterer Möglichkeiten des Netzes als Lead-Magnet.

Schwächen

  • In vielen Unternehmen herrscht immer noch wenig Änderungsbereitschaft in Richtung Online. Die Umsetzungsgeschwindigkeit ist gering, meist wird planlos etwas angefangen und nicht zu Ende gedacht.
  • Es gibt immer noch viele Vorbehalte gegenüber dem Online-Business und zu wenig Menschen mit dem richtigen Mindset dafür.
  • Viele Betriebe scheitern schon dabei, im Internet auffindbar zu sein.
  • Eine digitale Ausrichtung geht auch damit einher, dass der Kunde hohe Erwartungen an die ständige Erreichbarkeit des Betriebes hat. Wer diese Herausforderung nicht annimmt, wird es in Zukunft zumindest schwerer haben.

Chancen

  • Die Digitalisierung bietet den Betrieben die Chance zur Differenzierung von den Wettbewerbern im Umfeld. Als digitaler „First Mover“ kann man sich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen.
  • Viele Autohändler haben Angst davor, künftig als reine Auslieferer für die Autohersteller tätig zu sein. Umgekehrt kann man dies auch als Chance für ein neues eigenes Geschäftsmodell sehen, der Verwaltungsaufwand für Neuwagen und Vorführwagen wird geringer oder entfällt. Ob dies so kommen wird, hängt natürlich von den Plänen der Hersteller ab, wie die Händlernetze gestaltet werden sollen.

Risiken

  • Neue Geschäftsmodelle könnten die Rentabilität der Betriebe in Gefahr bringen. Ist das Autohaus z.B. mit einem reinen Neuwagen-Provisonsmodell noch lohnenswert? Bestimmt werden sich nicht alle Autohändler auf dieses Modell einlassen.
  • Die Tatsache, dass man als Probefahrt-Vehikel benutzt wird, aber der Kunde dann online kauft, ist heute vielen Händlern ein Dorn im Auge. Auch hier liegt eine Chance, diese bedingt aber einer klaren und fairen Rollenverteilung zwischen Hersteller und Handel.
  • Die (persönliche) Kundenbindung geht unter Umständen verloren.
  • Die Rolle der Automobil-Verkäufer muss sich ändern. Neue Anforderungen werden an die Verkäufer gestellt, neues Wissen zu digitalen Themen ist notwendig. Die Verkäufer müssen sich selbst immer stärker als Marke inszenieren, um Vertrauen aufzubauen.
  • Noch sind viele Autohausbetriebe in der Falle gefangen, Investitionen in alte Welt tätigen zu müssen anstatt in die Digitalisierung des Unternehmens. Eine fehlende Umverteilung der Ressourcen kann langfristig zum Risiko werden.
  • Und die Hauptgefahr: Das mögliche Verschwinden von Betrieben, die nicht mit den aktuellen Entwicklungen Schritt halten können und aus dem Sichtfeld der Kunden verschwinden, wenn sie online nicht aktiv sind.

 

Branchenfremde Anbieter

Unter branchenfremde Anbieter fasse ich Unternehmen wie Amazon, Apple, Google und die Neuwagen- und Gebrauchtwagenportale zusammen.

Stärken

  • Bei diesen Anbietern sind natürlich hohe IT-Kompetenzen und ein großer Erfahrungsschatz in diesem Bereich vorhanden.
  • Online-Vertriebskanäle sind ausgebaut und werden professionell betrieben.
  • Nicht umsonst versuchen die Autohersteller Mitarbeiter beispielsweise aus dem Silicon Valley abzuwerben, um von deren Erfahrung und Innovationsfähigkeit zu lernen und zu profitieren.
  • Die Unternehmen sind im allgemeinen eher risiko-freudig, kapitalstark und dynamisch, was die Umsetzung neuer Ideen und Besetzung neuer Geschäftsfelder betrifft.
  • Apple und Co. sind bekannte etablierte Marken mit einem großen vorhandenen Kundenkreis.
  • Google etwa profitiert von Technologien, die schon vorhanden sind und selbst entwickelt wurden, Kartenmaterial für die Navigation sei hier als Beispiel genannt.
  • Und natürlich gibt es diese Anbieter nicht erst seit gestern, dementsprechend hoch ist das Know-How.

Schwächen

  • Im Automobilsektor sind einige dieser neuen Player z.T. noch völlig unerfahren.
  • Eine größere Unsicherheit besteht beim Zeithorizont – wann sind die Unternehmen fähig, in der Automobilbranche eine größere Rolle zu spielen?

Chancen

  • Neue Geschäftsfelder und neue Märkte bieten ein enormes Potenzial für die Zukunft.
  • Durch die Nutzung vorhandener Technologien muss ein Großteil der Innovationen nicht von Grund auf neu entwickelt werden.
  • Man ist teilweise „unverbraucht“ im Automobilgeschäft – dies kann den Neuaufbau von Online-Strategien auch positiv beeinflussen.

Risiken

  • Da man im Automobilgeschäft (noch) keine Erfahrung hat, könnte dies ein Hindernis bei der Kundenakzeptanz sein.
  • Es besteht die Gefahr, sich in neuen Geschäftsbereichen zu verzetteln.
  • Damit ist auch ein Scheitern dieser Anbieterim Automobilmarkt ist möglich.

 

Und wie geht es  weiter?

Die berühmte Glaskugel hat keiner von uns.

Ich bin auf Meinungen dazu gespannt und freue mich auch auf Ergänzungen zum „Fitness-Check“ der  genannten Marktplayer!

Welche Ergänzungen habt Ihr / haben Sie?

 

Im Folgenden verlinke ich einige Artikel / Blogbeiträge aus dem Bereich „digitale Transformation in der Automobilbranche“ und „Digitalisierung der Automobilbranche“. Auch diese Liste ergänze ich fortlaufend und nehme gerne Vorschläge entgegen.

Die FAZ über den Umbau des Daimler-Konzernes für die Digitalisierung

Blogbeitrag von Derek Finke zur Automobilbranche im Wandel

Zweiter Blogbeitrag von Derek Finke zum Thema

Das Autohaus Magazin über den Start zum bundesweiten Start des Onlinevertriebs von Mercedes 

 

Das zweite Mal – Barcamp Bonn 2016

Zum zweiten Mal fand am letzten Samstag das Barcamp Bonn statt. Ich war auch schon beim Bonner Barcamp im letzten Jahr dabei, hier mehr dazu.

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Hier mein kleiner Rückblick zur diesjährigen Veranstaltung: Ganz gespannt war ich, ob und was es in diesem Jahr Neues geben würde. Nach einer netten Begrüßung im Eingangsbereich wartete auf alle Teilnehmer eine Tüte mit einem kleinen (gesunden) Frühstück – eine schöne Idee. Gegen 9.30 Uhr ging es dann los im großen Konferenzsaal mit einer Vorstellungsrunde und vielen hashtags. Wie im letzten Jahr meldeten sich (schon fast zu) viele Teilnehmer, um eine eigene Session anzubieten. Ein buntes Themenspektrum von ganz unterschiedlichen Menschen, bei denen man aber merkte, dass alle für ihr Thema „brannten“.

Auf dem Sessionboard hatte man wieder die Qual der Wahl – welche Session sollte man besuchen und welche konnte man sausen lassen?

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Also für jede Stunde etwas ausgesucht und los ging es. Zunächst zur Session von Stefan Evertz zum Thema Web- und Social Media Monitoring. Er empfahl den Einsatz der AMPEL-Methode, die für Analytics, Monitoring, Publishing, Engagement und Learning steht. Hier lässt sich weiteres darüber finden inklusive der Präsentation, die er bei der Session zeigte.

Da ich meinen Blog mit WordPress betreibe, war die Session „Q&A zu WordPress“ natürlich interessant für mich. Diese Fragestunde wurde angeboten von Phillip Roth, der Beratung zu und Umsetzung von WordPress-Seiten anbietet. In 45 Minuten kann nicht jede Frage zu diesem CMS beantwortet werden, ich habe aber mitgenommen, meine WordPress-Daten und Beiträge öfter mal zu sichern und bekam noch einen guten Tipp, welches Plugin dafür empfehlenswert ist.

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Anschließend hat mich die Session von Pia Drießen (Geld verdienen mit Bloggen) interessiert, die seit einigen Jahren das Blog „dailypia – Bis einer heult“ betreibt. Sie berichtete von den Anfängen des Bloggens, als sie ihre Seite noch als tägliches Tagebuch für sich und ihre Familie betrieb. Dies ist auch noch heute so, nur dass sie jetzt mit ihrem Blog auch Geld verdient. Eine sehr sehr lehrreiche und kurzweilige Session, die mich auch motiviert hat, ein wenig mehr Zeit wieder mit dem Bloggen zu verbringen 😉

Nach einer kurzen Mittagspause folgte eine Vorstellung der derzeit stark wachsenden Netzwerk-App „snapchat“ durch Mike Schnoor. Nicht unbedingt etwas für mich, da zu verspielt, aber trotzdem spannend, da ich mich vorher noch nicht intensiv mit diesem Netzwerk beschäftigt hatte. Vielleicht etwas für zukünftige Aktivitäten.

Am Nachmittag ging es für mich dann noch um amerikanische TV-Serien (etwas „nerdig“), Einblicke in die Erstellung von youtube-Filmen und zum Schluss um den Einsatz von 3D-Druckern. Für mich ganz neu, was heute mit dem 3D-Druck schon möglich ist, im Gedächtnis ist mir noch folgender Satz gelieben: „Die Chinesen bauen eine Haus in Beton mit einem 3D Drucker in drei Tagen“.

Ebenso wie beim ersten Barcamp gab es viel positives Feedback in der Schlussrunde des Barcamps.

Vielfach wurde der Wunsch geäußert, dass das Barcamp Bonn auch im nächsten Jahr stattfinden soll, und wenn möglich auch über zwei Tage. Ich wäre dafür!

Professionalisierung wird wichtiger – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an Derek Finke

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Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Derek Finke. Ich bin ist seit Anfang 2013 bei der Modix GmbH tätig. Als Direktor Business Development verantworte ich die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Produkte. Vor meiner Zeit bei Modix war ich mehr als 20 Jahre in der Automobilwirtschaft tätig, unter anderem als Kfz-Mechaniker, Automobilverkäufer, Verkaufsleiter sowie Geschäftsführer eines mittelständischen Autohauses, als Autohausberater, Projektmanager und Gebietsleiter Europa bei der Euromobil Autovermietung GmbH sowie als Geschäftsführer der Autobusiness Partner Service GmbH, einer Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft des deutschen Volkswagen und Audi Händlerverbandes.

 

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

Bei Modix arbeiten wir fast ausschließlich für Autohändler und -hersteller. Wir beschäftigen uns mit Fahrzeugmanagement, Händlerwebseiten, B2B-Plattformen, Fahrzeugportalen für Händler und Hersteller, Neuwagenkonfiguratoren, Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing, Leadtracking sowie speziellen Anwendungen, die Autohändler und die digitalen Angebote von Tageszeitungen verbinden.

 

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?

Beruflich schreibe ich im Modix Blog (http://blog.modix.net), darüber hinaus nutzen wir bei Modix noch Netzwerke wie Xing (https://www.xing.com/companies/modixgmbh), LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/modix-gmbh), Slideshare (http://de.slideshare.net/ModixGmbH), Facebook (https://www.facebook.com/ModixDeutschland) oder Twitter (https://twitter.com/modixgmbh).

Privat bin ich über meine Webseite (http://derekfinke.com) zu finden, wo ich seit 2011 auch blogge. Von dort findet man auch die Links zu meinen Präsenzen in weiteren Netzwerken.

 

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Aktuell hat das Onlinemarketing in der Branche nicht den Stellenwert, den es angesichts der realen Marktsituation verdient. Wenn man sich vor Augen hält, dass im Prinzip jeder Autokäufer, ganz gleich ob für neu oder gebraucht, vor dem Autokauf im Netz unterwegs ist, tun vor allem die Vertragshändler sehr wenig dafür, ins Blickfeld dieser potentiellen Käufer zu geraten. Als Antwort auf diesen Vorwurf erhalte ich dann regelmäßig: „Aber wir haben ja eine Webseite.“ Von Ausnahmen abgesehen, sind diese Webseiten aber leider weitgehend ohne relevanten Inhalt, nicht aktuell gehalten oder technisch veraltet. Dazu kommt, dass eine Webseite im Konzert der Onlinemarketing-Werkzeuge heute nicht mehr ausreicht. Um im Netz Aufmerksamkeit zu erreichen und diese letztendlich in Verkaufsanbahnung umzumünzen, ist es erforderlich, dass Autohändler strategisch vorgehen und sich mit den heute zur Verfügung stehenden Werkzeugen beschäftigen. Die Realität sieht leider anders aus. Veranstaltungen wie der AUTOHAUS E-Marketing Day oder das CarCamp des ZDK ziehen trotz der Marktsituation und viel medialer Begleitung jeweils so um die 100 Teilnehmer an. Aber wie viel Autohäuser gibt es in Deutschland?

 

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?

Ich bin davon überzeugt, dass mehr und mehr Professionalität auch in das digitale Marketing der Automobilbranche einziehen wird. Zum einen schießen immer mehr Startups aus Boden, die mit cleveren Methoden und Geschäftsmodellen den insgesamt eher trägen Handel unter Druck setzen. Zum anderen lernen immer mehr Hersteller und ihre angeschlossenen Autobanken, dass durch ein professionelles Auftreten im digitalen Bereich mehr Kunden erreicht werden und so auch mehr Fahrzeuge vermarktet werden können. Da der Absatzkuchen in Gänze nicht mehr wächst, wird so versucht, das eigene Kuchenstück zulasten der noch Schlafenden vergrößern. Und nicht zuletzt wird die fortschreitende Digitalisierung uns neue Geschäftsmodelle und Werkzeuge in die Hand geben, die es Kunden und Händlern einfacher machen, miteinander ins Geschäft zu kommen.

 

Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?

Mein Lieblingstool ist WordPress, das ich als Redaktionssystem für meinen Blog einsetze. Nicht unbedingt gut geeignet für die Realisierung von Händlerwebseiten, aber zum Bloggen und für die Selbstdarstellung hervorragend. Ansonsten begeistern mich die fantastischen Möglichkeiten des Erreichens von Kunden bei Facebook Ads und Google Adwords immer wieder aufs Neue. Und da ich ein großer Fan von Content Marketing bin, stehe ich total auf Podcasts und Webinare, sowohl als Macher wie als Konsument.

 

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Wer mit professionellem Online-Marketing im Autohaus beginnen möchte, sollte zum einen Ziele definieren und eine Marketingstrategie für seinen Betrieb haben (siehe auch hier: http://derekfinke.com/2012/04/19/strategie-im-autohaus/). Schnellschüsse und Einmalaktionen bringen hier nichts. Punkt zwei ist die richtige Auswahl der Werkzeuge, mit denen man seine Ziele erreichen möchte. Das kann eine simple, aber verkaufsstarke Webseite sein, unterstützt von bewerbenden Tools wie Adwords. Das kann aber auch eine mit relevantem Inhalt angereicherte Händlerwebseite inkl. Autohaus Blog sein, flankiert von weiteren Maßnahmen. Zweifelsohne muss man sich auch überlegen, welche Rolle die Fahrzeugbörsen spielen sollen – allerdings immer unter der Maßgabe, dass dies nicht die eigene Spielwiese ist. Und drittens sollte man die laufende Analyse im Blick behalten und sein Vorgehen ggfls. nachschärfen. Dafür eignen sich Werkzeuge wie Google Analytics, Leadtracking-Software oder auch ein CRM. Und last but not least: Das beste Marketing nützt dem Autohaus nur etwas, wenn die aufmerksam gewordenen Interessenten dann auch bedient werden. Telefonische und E-Mail-Erreichbarkeit ist noch immer ein großes Problem in der Branche. Kunden rufen an, aber es ist besetzt oder niemand geht ran. E-Mails werden gar nicht oder erst nach einer elend langen Reaktionszeit bearbeitet. Wer diesen Folgeprozess nicht selbst organisiert bekommt, sollte sich unbedingt einen Dienstleister zur Unterstützung dazu holen, z. B. ist global office (www.global-office.de) bereits bei vielen Autohäusern im Einsatz.

Datenbasierte Entscheidungen treffen – Sieben Fragen zum digitalen #automarketing an Patrick Möltgen

Patrick Möltgen

In diesem Teil meiner Interview-Reihe kommt Patrick Möltgen zu Wort, Blogger und Verkäufer sowie Online-Experte in einem Autohaus. Ich konnte ihn schon zweimal auf dem Carcamp in Mannheim treffen. Daher freue ich mich auf seine Perspektive.

 

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Patrick Möltgen und ich komme aus dem schönen Waghäusel. Das liegt zwischen Mannheim und Karlsruhe. Meinen Start in die Automobilbranche habe ich ganz klassisch mit der Ausbildung zum Automobilkaufmann in einer größeren Automobilhandelsgruppe begonnen.

Nach und nach folgten verschiedene Stellen im Verkauf und Einkauf sowie als Assistent der Verkaufsleitung. Nebenbei habe ich Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Automobilhandel studiert und leite seit ungefähr zwei Jahren das Gebrauchtwagen-Management einer Automobilhandelsgruppe. Damit verbunden sind auch intensive Aktivitäten im Bereich Online-Marketing.

 

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

Im automobilen Onlinemarketing konzentriere ich mich vor allem auf die folgenden Schwerpunkte:

  • Landingpageoptimierung, d.h. wie gestalte ich meine Seite so, dass sie mein gewünschtes Ziel bestmöglich erreicht?

  • Suchmaschinenoptimierung

  • Videomarketing und die damit verbundene Verteilung über Social Media

 

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?  

Privat probiere ich natürlich viele Netzwerke aus. Derzeit konzentriere ich mich privat auf Xing, Linkedin und Twitter.

Facebook und Google+ habe ich privat mittlerweile verworfen. Wer sich nun fragt, warum Facebook fehlt: Ich sehe in Facebook für mich privat keinen Mehrwert. Stattdessen vor allem eins: Zeitverschwendung. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, das Facebook für Unternehmen nicht attraktiv sein könnte.

Im Unternehmen setzen wir auf Facebook, Youtube und Google+.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Schaut man sich verschiedene Onlineauftritte in der deutschen Kfz-Branche an, so ist feststellen, dass es krasse Gegenteile gibt. Die einen, die sehr professionell an das Thema herangehen und bereit sind in diesen Bereichen Investitionen zu leisten.

Zum anderen aber auch die Betriebe, die mit der vor fünf Jahren in Auftrag gegebenen Homepage im Netz präsent sind.

Dass hier noch ein großes Potenzial brachliegt, ist vor allem daran erkennbar, dass sich Spezialanbieter (Autoglas, Reifen, Ersatzteile, Gebrauchtwageninzahlungnahme etc.) mit einer cleveren Verzahnung zwischen On- und Offlineaktivitäten rasant schnell entwickeln.

Diese Anbieter haben vor allem eins gemeinsam: Sie verstehen es den Kunden durch saubere Prozesse online abzuholen und im Nachgang durch eine perfekte Abwicklung offline zu überzeugen.

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?

Zukünftig müssen wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass ein Nutzer von einem stationären Desktop-PC auf unsere Website zugreift. In Zukunft werden vor allem neue Endgeräte in unseren Alltag einziehen. Die Entwicklung reicht neben dem Smartphone von Brillen, Uhren und sonstigen Schmuckgegenständen bis hin zu in Textilien eingearbeitete Touchscreens und Displays.

Die große Neuerung dabei ist: Die Geräte besitzen Auflösungen von null bis zu mehreren Millionen Pixeln und besitzen teilweise keine Eingabegeräte mehr. Dies wiederum ebnet den Weg für eine neuartige Suche per Spracheingabe, die die Karten neu mischen wird.

Die Sprachsuche stellt ganz neue Herausforderungen an Nutzer und deren Suchanfrage sowie an Suchmaschinen und Webseitenanbieter.

Hier besteht die Chance für neue Suchmaschinenanbieter den Markt aufzumischen. So könnten bestimmte Gerätehersteller ihre eigene Suchmaschine auf ihren Geräten vorinstallieren. Dem Nutzer ist es egal, welche Suchmaschine benutzt wird, solange das ausgegebene Suchergebnis seinen Wünschen entspricht.

Webseiten, die in der Desktop-Variante der Suchmaschine auf Seite 1 liegen, werden nicht zwangsläufig auch in der Sprachsuche vorne liegen.

 

Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?  

Bei allen Webprojekten setze ich derzeit auf WordPress und Google Analytics.

Ein weiteres Tool, welches immer wieder zum Einsatz kommt, ist das SERP-Preview Tool (www.torbenleuschner.de/files/serp-preview/) mit dem ich vorab testen kann, wie mein Suchergebnis in der Google-Suche aussehen wird.

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing? 

Nicht auf das Bauchgefühl vertrauen, sondern datenbasierte Entscheidungen treffen.

Bevor es an die Arbeit geht immer festlegen:

  • Was ist mein konkretes Ziel und wie messe ich dessen Erfolg?
  • Für welche(n) Suchbegriffe(n) möchte ich gefunden werden?
  • Welche Suchbegriffe liefern welches Suchvolumen? – Google Keyword Planner
  • Wie stark ist die Konkurrenz innerhalb des Suchbegriffes?

Und der eigentliche Knackpunkt: Nach der Arbeit über die neu gewonnenen Daten aus Google Analytics immer wieder nachjustieren.

 

Verfolgen kann man Patricks Tätigkeiten am besten auf diesen Seiten bzw. Social Media-Profilen:

 

 

Kein Einstieg ohne Ziel und Strategie – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an Axel Wolf

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Logo Homepage Axel Wolf

In diesem Teil meiner Blog-Artikelreihe kommt Axel Wolf zu Wort, der über seine Arbeit bei einem Kfz-Teilegroßhändler und der Zusammenarbeit mit freien Werkstätten mit der Zeit auf das Thema Online-Marketing speziell für Werkstatt-Betriebe kam. Diese unterstützt er nun mit Konzepten zum Online-Marketing und Social Media und kümmert sich auch um die Umsetzung. Spannend, seine Erkenntnisse aus der Sicht des freien Marktes zu lesen.

 

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Axel Wolf, geboren in Soltau. Ich fühle ich mich vor allen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Social Media zu Hause. Mit Kreativität, technischen Verständnis und meiner Erfahrung im Web 2.0 inszeniere ich übergreifende Gesamtkonzepte, von der Idee bis zur Umsetzung in Bild, Video und Webdesign.

Im Zuge meines jetzigen Arbeitsplatzes konnte ich bereits einige Einblicke in die Arbeitsweise und den Aufbau eines KFZ Teile Großhandels gewinnen. Dabei ist es besonders die Mischung aus kaufmännischer Tätigkeit und Kreativität, die mir an der Arbeit im Teilehandel gefällt. Ich bin sehr an dem Verlauf des Marktgeschehens, und an der Entwicklung von Marketingkonzepten und der Vermarktung von Produkten im Teilebereich interessiert.

 

In welchen Bereichen bist du im Automobilen Online-Marketing unterwegs?

Ich konzipiere Social Media Strategien und helfe dabei die richtige Kanalauswahl wie z.B. Twitter, Facebook oder Youtube, Google+ bzw. Google my Business zu treffen. Weiterhin helfe ich bei der Erstellung von Postings und berate bei der Themenauswahl. Einholung von Kundenfeedback, E-Mailmarketing und das Tracking von Webseiten runden die Sachen ab.

 

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?

Ich benutze Google+, Tumblr, Facebook, Clever Reach und das Netzwerk Xing für meine beruflichen Kontakte, die Homepage die wir mit unseren Azubis als Projekt gestartet haben ist mit dem Baukasten von Jimdo erstellt.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

In freien Werkstätten ist ein Internetzugang pro Arbeitsplatz sowie ein eigener Internetauftritt bereits Standard geworden, aber der Einsatz von Social Media ist derzeit noch selten anzufinden. Ich finde die Chance über diese Medien die Zielgruppe für seine Produkte und Dienstleistungen zu begeistern riesengroß und auch mit einen kleinen Marketingbudget machbar. Kunden reden untereinander über die Leistungen der Werkstatt – hier hat man die Möglichkeit mitzureden und die sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Man kann mit seinem Unternehmen den Kunden auf Augenhöhe begegnen und die Werkstatt nach außen menschlich darstellen mit Blick hinter die Kulissen, es heißt nicht umsonst “Werkstatt des Vertrauens”. Der Verkauf steht für mich an letzter Stelle, viel wichtiger ist es durch Social Media die Kundenbindung die öffentliche Wahrnehmung und das Image zu stärken, von der Bekanntheit in der Region ganz zu schweigen. Man sollte jetzt schon die Weichen für ein erfolgreiches Online-Marketing stellen und als einen festen Baustein in den Marketing-Mix einplanen.

 

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?

In einer zunehmend digitalisierten Welt haben sich das Internet und die sozialen Medien längst als ein Bestandteil unserer Welt etabliert. Die Jugendlichen treten mit KFZ-Werkstätten über Facebook in Verbindung, erhalten Serviceangebote per WhatsApp und geben bei Bewertungsportalen Ihre Meinung ab. Der Kunde von Morgen will sein Auto digital beherrschen und am besten über sein Smartphone sämtliche Daten vom Auto erhalten. Die Werkstätten müssen bereit sein für diese digitale Ära und sich jetzt schon bereit machen, dieser Revolution zu begegnen und sich Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Spätestens dann wenn die“ antiken“ persönlichen Beziehungen nicht mehr ausreichen um sich neue Geschäftsfelder im Service sowie neuer Kundengruppen zu erschließen.

Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?

Für das Erstellen von z.B. Facebook Postings nutze ich das kostenlose Tool www.canva.com. Für das Videomarketing oder kurze Erklärvideos benutze ich www.powtoon.com. Hier ein Beispiel von mir, in dem ich für eine Werkstatt Klimaanlagen-Service für den Endkunden erkläre:

App-Baukasten für die mobilen Kunden: http://appyourself.net/de – hier ein Beispiel von einer Werkstatt App “D. Harraß Kfz Service” welche wir zusammen erstellt haben http://d-harrass-kfz-service.appyourself.net/

Freie Bilddatenbank: www.pixabay.com.

 

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Kein Einstieg ohne Ziel und Strategie – frei nach dem Motto wer keine Ziele hat kann auch nichts erreichen. Ziele definieren:

  • Bekanntheitsgrad steigern
  • Neue Kunden gewinnen
  • Beziehungspflege der Kunden
  • Neue Zielgruppen ansprechen
  • Neue Mitarbeiter gewinnen
  • Produktinformationen verteilen
  • Vertrauen zu den Kunden aufbauen
  • Marktforschung bei den Kunden
  • Interaktionen mit Kunden
  • Service & Support
  • Zielgruppen definieren: Führerscheinneulinge, Stammkunden, Angestellte, Schüler, Flottenkunden, Fahrschulen etc.

Für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance, das gilt auch z.B. für Facebook. Also am besten vorher etwas Zeit nehmen, um den Info-Reiter mit Unternehmensdaten zu füllen, das muss am Anfang noch nicht gleich perfekt sein aber zu große Lücken sind nicht gerade förderlich für das Vertrauen.

Seite bekannt machen und Fans gewinnen! Die ersten Kunden-„Fans“ sind schnell gewonnen, durch Freunde und Bekannte, die alle selbst Facebook nutzen ist der erste Schritt schnell gemacht. Auch durch Informationen an die Kunden & Geschäftspartner das man jetzt auf FB aktiv ist.

Ansonsten noch die Facebook Adresse auf die Rechnungen drucken und den Link zu seiner E-Mail Signatur hinzufügen. Auch einen Flyer kann man sich drucken lassen, den man dann noch zusätzlich Rechnungen beilegen kann oder nach einer Inspektion auf dem Beifahrersitz des Kunden liegen lassen kann.

Auch die direkte Ansprache bei Zufriedenheit des Kunden, eine positive Bewertung auf Facebook zu hinterlassen ist hilfreich, die Bewertungen kann man auch auf seiner Homepage einbinden.

 

Ich finde positiv, dass Axel sehr pragmatisch an die Themen herangeht. Im Werkstattbereich wohl eine gute Strategie. Die Tools zur Erstellung kleiner Erklärungsvideos oder Image-Videos kannte ich vorher nicht – interessant besonders für den Einstieg und sicher ohne großen Aufwand machbar. Ich möchte noch hinzufügen, dass in allen verwendeten Kanäle rechtliche Aspekte beachtet werden müssen – Impressum, Bildrechte etc.

 

Hier die Links zu den Web-Auftritten von Axel:

http://apps4business.jimdo.com/

https://about.me/axelwolf

Erwartungshaltung der Online-Kunden ist hoch – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an… Marcel Schultz

Marcel Schultz Logo 50C

Marcel Schultz Profilbild

Der zweite Teilnehmer meiner Blog-Artikelreihe ist Marcel Schultz. Nach einer Ausbildung als Automobilkaufmann schaut er sich die Branche nun „von außen“ als freiberuflich tätiger Berater.

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Marcel Schultz, bin gebürtiger Hamburger und gelernter Automobilkaufmann. Nach meiner Ausbildung habe ich den Weg in den Fahrzeugvertrieb eingeschlagen und meine Zertifizierung bei Toyota gemacht. Danach war ich in verschiedenen Tätigkeiten, erst im reinen Fahrzeugvertrieb, dann immer weiter im Autohaus-Marketing. Aufbauend auf diese Erfahrungen absolvierte ich das Studium an der BFC in Northeim, welches mir das nötige Werkzeug für die zukünftigen Herausforderungen mit auf den Weg gegeben hat. Nach erfolgreichem Abschluss war ich bei einem großen Automobilzulieferer tätig, welcher mir die Engpässe der Kfz-Branche endgültig vor Augen geführt hat. Und von dem Moment an war mein Entschluss gefallen, im Kfz-Gewerbe als Freiberufler tätig zu werden.

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

In erster Linie dreht sich meine Arbeit um die Konzeption von Kampagnen und neuen Ideen um den Handel bei der Arbeit zu unterstützen. Aber auch das Verfassen von Artikeln, die Pflege der SocialMedia-Auftritte und SEO (Suchmaschinenoptimierung) wird ein immer größeres Aufgabenfeld. Hinzu kommen die vielen Werbemöglichkeiten im Netz. Sei es Facebook-Anzeigen oder auch Google AdWords.

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz? 

Ich habe damals zu viele Kanäle bespielt und nach kurzer Zeit gemerkt, dass der Aufwand zum Nutzen in keinem Verhältnis steht. Inzwischen nutze ich hauptsächlich XING, Twitter und Facebook. Die anderen Kanäle behalte ich zwar ebenfalls im Auge, konzentriere mich aber auf meine Kern-Netzwerke. Seit dem Start in meine Selbstständigkeit habe ich gemerkt, dass sich die Trennung zwischen “privat” und “geschäftlich” langsam aber sicher auflöst und man zur personifizierten Marke wird. Klar hat das Risiken, da eine private Meinung ganz schnell auch als geschäftliche Meinung gesehen wird. Aber die Chancen, die solch eine Personenmarke bietet, ist meiner Ansicht nach riesengroß. Letztendlich hat man das, wonach große Konzerne seit Jahrzehnten streben und ein Miliarden-Budget investieren: Persönlichkeit.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Ich glaube, dass die Erwartungshaltung unserer Kunden im Onlinebereich ziemlich hoch ist. Schließlich buchen wir als Konsument heutzutage unsere Flüge online, lesen unsere Bücher auf einem e-Book Reader, streamen unsere Lieblingsfilme und bestellen auch unser Abendessen im Netz. Wenn ich mir derzeit so manche Autohaus-Websites ansehe, frage ich mich allerdings wo man das neue Traumauto konfigurieren (und reservieren) kann und einen verbindlichen Werkstatt-Termin mit direkten Festpreisen erhält. Wenn es um Online geht ist unsere Branche oft noch zu “statisch”. Auch gibt es noch zu viele alte Zöpfe, von denen es sich endlich zu trennen gilt. Und auch was die Werbung anbelangt, ist noch viel Luft nach oben.

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?

Ganz sicher ist, dass wenn wir uns nicht intensiv um unsere Onlinepräsenz kümmern, sich irgendwann jemand anderes um unsere (Online)-Kunden kümmert. Und zwar jemand, der ursprünglich aus einer ganz anderen Branche kommt. In letzter Zeit häufen sich Aussagen von Spezialisten fremder Branchen, die die Entwicklung im Kfz-Gewerbe ganz genau beobachten. Und eventuell die Chancen erkennen und Maßnahmen ergreifen. Ich glaube, wir sollten uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Was wir in Zukunft brauchen ist der Wille zur Veränderung und viele gute, kreative Ideen.

Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing

Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit viele Tools für die unterschiedlichsten Bereiche getestet. Aber manchmal ist weniger einfach mehr. Und eines darf ein Tool auf gar keinen Fall: Mehrarbeit bereiten. Die sozialen Netzwerke pflege ich manuell, also mit den Bordmitteln des Betreibers, bzw. mit der Integration ins Betriebssystem.

Um Ideen zu notieren, zu sammeln und zu teilen nutze ich seit Jahren Evernote und bin nach wie vor begeistert von dieser App. Evernote gibt es für alle gängigen Betriebssysteme und ist in der Basisversion sogar kostenlos. Allerdings lohnt sich der Blick auf die Premium-Variante, da diese einige fantastische Funktionen mitbringt.

Dann ist auch die Dropbox seit langem ein treuer Begleiter in meinem Alltag. Dropbox nutze ich gemeinsam mit einigen Klienten, um Entwürfe auszutauschen. Dropbox ist in der Basis ebenfalls kostenlos, es gibt auch eine Variante für Unternehmen, womit man als Team gemeinsam auf Ordnerstrukturen zugreifen kann.

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Mein Rat ist sich erstmal einen Überblick über den Online-Marketing-Dschungel zu machen. Wenn man beispielsweise erwägt, mehr in SocialMedia zu investieren, sollte man sich die Frage stellen welche Netzwerke es eigentlich gibt und (ganz wichtig) wo sich meine Kunden aufhalten. Dies kann man relativ einfach in Kundengesprächen herausfinden. Jedes Netzwerk spricht eine gewisse Gruppe von Menschen an. Das eine Netzwerk hat eine sehr breite “Zielgruppe“ (Facebook z.B.), andere hingegen sind eher spezifisch (MotorTalk z.B.).

Bevor man sich mit Vollgas hineinstürzt, sollte man sich die Frage stellen warum man das eigentlich vor hat und was man sich davon erhofft. Diese Ziele würde ich notieren und regelmäßig mit der Ist-Situation vergleichen und ggf. gegensteuern.

Hier noch einiges mehr aus einem Interview mit dem Blogger Patrick Möltgen: http://www.automobilkaufmann.info/2014/11/von-der-ausbildung-zum-selbststaendigen-berater-marcel-schultz-interview/
Und alle Links zu Marcels Online-Kanälen:

Die Welt braucht mehr Automotive-Blogger – 7 Fragen zum digitalen #automarketing an… Sebastian Koch

 

Den Anfang in meiner Interview-Reihe zum automobilen Internet-Marketing macht zu meiner Freude ein Blogger. Sebastian Koch bloggt bereits seit einigen Jahren privat zu Skoda-Neuigkeiten. Er verbindet damit das Interesse an Autos und dem Internet in seinem Blog skodaportal.

Sebastian Koch

Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Sebastian Koch, ich bin 31 Jahre und ich wohne mit meiner Familie in Siegen. Hauptberuflich mache ich Menschen glücklich, indem Sie bei mir einen neuen Skoda kaufen. Nebenbei blogge ich.

In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?

Seit über vier Jahren betreibe ich mit skoda-portal.de einen kleinen Blog rund um das Thema Skoda. Das Blog ist klar das Zentrum meiner Online Aktivitäten.

Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?

Um die Artikel bekannt zu machen nutze ich Email-Marketing, eine Facebook Fanpage Skoda Portal, Twitter und eine Google+ Gruppe Skodaportal. Instagram ist gerade für den automobilen Bereich eigentlich eine ideale Plattform, die Kennzeichnungspflicht hat mir hier aber den Spaß komplett verdorben. Bei jedem Schnappschuss erst die Verbrauchswerte rauszusuchen ist Käse. Daher nutze ich die Plattform kaum noch. Privat bin ich auf Facebook unterwegs.

Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?

Ich sehe Blogs von Autohäusern, die von externen Journalisten gefüllt werden. Social Media Kanäle, auf denen nur die Angebote rausgehauen werden. Die neuen Medien werden mit alten Methoden bespielt, das kann nicht funktionieren. Die Bedeutung im Hinblick auf Kundenbetreuung und Vertrauensbildung durch eine richtige Positionierung werden noch komplett ignoriert.

Ein Beispiel zum Thema Vertrauen: Ich mache die Erfahrung, dass Menschen lange Wege auf sich nehmen, um bei mir ein Fahrzeug zu kaufen. Das ist großartig und macht mich auch ein wenig stolz. Das hat wenig damit zu tun, dass ich so ein dufter Typ oder großartiger Verkäufer bin. Es ist einzig und allein meine klare Positionierung, ich mache mich sichtbar und die Menschen sehen mich in diesem Moment als Experten. Ausserdem „kennen“ Sie mich bereits über meine Texte. Die Menschen schenken mir schon vor dem ersten persönlichen Kontakt ihr Vertrauen. Und darum geht es doch beim Autokauf.

Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?
Online Marketing muss persönlicher werden. Wenn ich ein hochwertiges Produkt oder Dienstleistung kaufe, dann habe ich das auch gemacht weil der Mensch mir sympathisch ist. Aber warum sollte ich deshalb das Autohaus-Blog lesen oder mich in den Social Media-Kanälen zuspammen lassen? Wenn ich dem Verkäufer, Serviceberater, Mechaniker oder Chef direkt folgen kann macht es wiederum Sinn. Ich wünsche mir, dass sich Online Marketing dorthin bewegt. Das bietet einen echten Mehrwert und eine wunderbare Möglichkeit der Kontaktpflege.
Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?
Vor allem nutze ich Google Alerts und Feedly für die News. Und Evernote als Ideensammlung.

Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Wenn das Autohaus in dem du arbeitest keine Lust an Online Marketing hat, nutze die Chance! Mach deinen eigenen Blog. Positioniere dich als Experte in deinem Bereich. Fang an und bitte lieber um Entschuldigung als um Erlaubnis. Ich unterstütze dich gerne dabei, schick mir einfach eine Mail wenn du Starthilfe brauchst. Die Welt braucht mehr Automotive Blogger!

Ein schönes Plädoyer für mehr Auto-Blogging – und wichtig finde ich auch noch den Satz „Online-Marketing muss persönlicher werden“. Es geht also nicht nur um Kanäle und Maschinen – sondern nach wie vor sollte der Mensch im Mittelpunkt der Kommunikation sein.

Interessant und neu für mich war der Hinweis zum Thema Instagram und der Kennzeichnungspflicht der Fahrzeuge auf Bildern. Ein Aspekt, über den ich noch nicht so intensiv nachgedacht hatte.

Mehr zu Sebastian Koch findet ihr natürlich auf seinem Blog! Vielen Dank für die Antworten!

 

Interview-Reihe zum digitalen #automarketing

Digitales Automarketing

In der letzten Zeit bin ich kaum zum Bloggen gekommen. Ich habe aber viele Artikel, Beiträge und News rund um die Geschehnisse zum automobilen Online-Marketing verfolgt. Dies brachte mich auf die Idee, eine Blogartikel-Reihe zum digitalen Marketing in der deutschen Auto-Branche mit kurzen Interviews zu starten. Dazu sollen in den kommenden Wochen Praktiker, Beraterexperten und Blogger aus diesem Bereich zu Wort kommen.

Mein Ziel ist, das Thema automobiles Online-Marketing aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Verschiedenen Menschen und Spezialisten, die ich zum Teil schon persönlich kennenlernen durfte, habe ich dazu sieben Fragen gestellt und bin schon ganz gespannt auf das Feedback!

Die Ergebnisse werden in den nächsten Artikeln auf meinem Blog unter der Überschrift „7 Fragen zum digitalen #automarketing an…“ veröffentlicht.

Um diese sieben Fragen geht es im einzelnen:

  • Ein paar Worte zu dir: Wer bist du, was machst du beruflich?
  • In welchen Bereichen bist du im automobilen Online-Marketing unterwegs?
  • Welche Netzwerke und Kanäle nutzt du privat bzw. beruflich im Netz?
  • Wie schätzt du die aktuelle Bedeutung von Online-Marketing für die deutsche Kfz-Branche ein?
  • Wie wird sich das Thema künftig weiter entwickeln?
  • Hast du Lieblingstools für das Online-Marketing?
  • Welche Tipps oder welche Empfehlungen hast du für Einsteiger im automobilen Online-Marketing?

Die ersten Rückmeldungen habe ich bereits erhalten, mit teilweise ganz neuen Erkenntnissen. Los geht es in den kommenden Tagen mit dem ersten Interview…

Onlinevertrieb von Autos über die Händlerhomepage?

online einkauf internet auto

 

Seit einiger Zeit bietet der Mercedes- und Smart-Händler Beresa, der im Großraum Münster mehrere Autohaus-Standorte betreibt, die Möglichkeit, Gebrauchtwagen aus dem eigenen Angebot direkt online zu kaufen. (Mehr dazu hier)

Die Gebrauchten des Autohauses lassen sich auf der Unternehmenswebsite über eine Suchmaske nach Marken und anderen Kategorien eingrenzen. Soweit nichts neues. Das Besondere: Bei jedem angezeigten Fahrzeug wird rechts neben den Fotos und Angaben zum Auto der Button „Fahrzeug online kaufen“ angezeigt. Ein Klick darauf führt auf ein Online-Bestellformular.

Der Wagen kann vom Kunden abgeholt werden, auf Wunsch liefert Beresa dem Online-Kunden das Fahrzeug aber auch direkt vor die Haustür, das ganze bundesweit. Die Vorteile des Junge Sterne Gebrauchtwagenprogrammes gelten laut Beresa auch für die im Netz gekauften Autos – GW-Garantie, Umtauschrecht und das entsprechende Qualitätssiegel.

Ohne die Angebote von Beresa bzw. Mercedes im Detail bewerten zu können: Ein interessanter und mutiger Ansatz eines Autohauses, in der Online-Vermarktung neue Wege zu gehen! Erste Verkäufe sollen auch bereits über diese Bestellmöglichkeit getätigt worden sein.

Ich stelle mir die Frage, ob die Kunden (und welche) wirklich bereit sind, auf den Button „Fahrzeug online kaufen“ zu klicken und das Fahrzeug wie ein Buch bei Amazon direkt im Netz zu bestellen. Und welchen Nutzen hat ein Autohausbetrieb dadurch?

 

Ich sehe einige Vorteile für die Autohäuser und Autokunden:

  • Das Autohaus kann sich mit dem Start eines eigenen Online-Shops als innovatives Unternehmen in einer Vorreiterrolle darstellen. Dies schadet dem Image des Betriebes sicherlich nicht.
  • Durch die gesteigerte Aufmerksamkeit könnte das Angebot als Frequenzbringer für das Fahrzeuggeschäft dienen.
  • Der Dialog mit den Kunden kann zunehmen, da das Interesse bei den Kunden geweckt wird. Auch wenn der Interessent nicht direkt online bestellen will, nimmt er vielleicht Kontakt zum Autohaus auf, um sich weiter zu informieren.
  • Es schadet dem Autohausbetrieb vermutlich nicht, den Online-Direktvertrieb zunächst auszuprobieren und auszutesten, wie die Kundschaft darauf reagiert.
  • Ein bundesweites Angebot steigert natürlich auch das Kundenpotenzial.
  • Die Attraktivität des Angebotes steigt, wenn die Abwicklung für Interessenten leicht ist und mit Gebrauchtwagenprogrammen kombiniert ist, die dem potenziellen Käufer Sicherheit geben. Das Umtauschrecht spielt hier sicherlich auch eine wichtige Rolle.

 

Auf der anderen Seite stelle ich mir auch eine Reihe von Fragen, ob das direkt Online-Geschäft mit Autos (bereits jetzt schon) funktionieren kann:

  • Hat der Käufer genug Vertrauen in das Angebot und den Anbieter? Immerhin kauft man kein Buch oder eine CD, die Hemmschwelle könnte hier höher sein.
  • Gibt es genügend Interessenten, die ein Fahrzeug ohne physisches Erlebnis vor dem Kauf bzw. einer Probefahrt online bestellen? Untersuchungen wie die Cars Online Studie aus dem letzten Jahr zeigen, dass insbesondere deutsche Käufer Wert auf dieses Einkaufserlebnis legen.

 

Ich bin gespannt, wie sich das Angebot entwickeln wird und ob andere Autohäuser nachziehen werden!

 

Ebenso freue ich mich auf weitere Meinungen zum direkten Online-Verkauf von Fahrzeugen.
Wie steht Ihr dazu?

Rückblick erstes Barcamp Bonn 2015

barcamp bonn15 Grid

 

Auch wenn es nicht direkt mit dem Automobil zu tun hat und daher in meinem Blog etwas „off topic“ ist, möchte ich an dieser Stelle kurz über das 1. Barcamp in Bonn berichten, das ich am Samstag besucht habe.

Anders als das Carcamp, zu dem ich im letzten Jahr etwas geschrieben habe, gab es beim Bonner Barcamp keinen speziellen Themenfokus wie z.B. automobile Themen. Daher war ich neugierig, was mich erwartete. Der Blick auf die Sessionplanung, die im Vorfeld auf der Website des Camps zu finden war, wies auf einen bunten Blumenstrauß an Session-Themen hin. Dieser Eindruck bestätigte sich bei der Vorstellungsrunde und der Präsentation möglicher Sessionthemen auf dem Barcamp am Samstagmorgen.

Die Sessions bewegten sich zwischen Vorschlägen zu Content-Marketing, Social Media-Tools, Open Source-Projekten, einem Fahrad-Podcast bis hin zum Angebot für eine Yoga-Stunde, Improvisationstheater und einer Session zum Thema Ausgehen in Bonn. Dadurch war für jeden etwas dabei – von lehrreich bis unterhaltsam, oder beides. Insgesamt wurden rund 30 Sessions angeboten, und soweit ich mitbekommen habe, fanden diese Sessions auch alle statt, natürlich mit unterschiedlichen Teilnehmerzahlen. Ein positiver Punkt, trotz teils etwas „schräger“ Sessionvorschläge.

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Nach der Vorstellungsrunde und der Sessionplanung ging es auch schon los. Ich selbst habe zunächst eine Session besucht, in der auf kurzweilige Art gezeigt wurde, was man mit Hashtags bei Twitter alles falsch machen kann, aber auch welche guten Aktionen oder Kampagnen damit fahren kann.

Anschließend gab es einen Workshop mit einem Überblick bzw. einer kurzen Einführung zum Podcasting – Inhalte und Technik. Hans Dorsch betreibt einen Podcast rund um das Fahrad(fahren).

barcamp bonn15 (6)

Danach besuchte ich die Veranstaltung von mixxt.de mit Oliver Ueberholz, der im Schnelldurchlauf einen Überblick über 200+ Internet-Tools gab, die einem das tägliche Arbeiten erleichtern sollen.

In der nächsten Session gab es einen Vortrag mit dem Titel „Vier Phasen einer Content-Strategie“ von Babak Zand, der sehr analytisch aber gut nachvollziehbar ein Strategiekonzept für Blogs oder Unternehmen vorstellte.

Am Nachmittag lauschte ich dem Erfahrungsbericht von Joas Kotsch, der vor einigen Jahren seine Werbeagentur mit rund 10 Mitarbeitern von einer Bürofirma ins Homeoffice geführt hat. Auf amüsante Art berichtete er, dass es seitdem produktiver geworden ist, mehr Zeit für sich und seine Familie hat und trotzdem weiterhin erfolgreich ist.

Die letzte Session drehte sich um Google Analytics. Gut vorgetragen, aber für mich inhaltlich etwas zu technisch.

Ich konnte natürlich nur einen Teil des Sessions besuchen, habe aber von weiteren guten Workshops oder Vorträgen gehört bzw. auf Twitter konnte man darüber lesen.

barcamp bonn15 (4)

Der Hashtag #bcbn15 war zeitweise auf Platz eins der deutschen Trend-Themen bei Twitter. Dort kann man unter diesem Schlagwort aller Tweets zum Barcamp abrufen.

Das Barcamp hat mich begeistert, die Organisation ließ keine Wünsche offen – Räumlichkeiten, Technik, Räume, Verpflegung, Networking und der Ablauf Sessions – alles war rundherum Klasse. Die Standing Ovations am Ende für das Orga-Team stehen für sich. Das schreit nach einer Wiederholung.

Danke auch an die Sponsoren (mehr dazu auf der Website des Barcamps). Hier finden sich auch noch weitere Blogbeiträge und Fotos.

(eigene Fotos)

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